Der Antrag der Linksfraktion, in Rheinsberg innerorts das Tempo auf 30 Kilometer pro Stunde zu reduzieren, ist von den Stadtverordneten mehrheitlich abgelehnt worden. Einigkeit herrschte jedoch darüber, dass der Grundgedanke, den Verkehr zu beruhigen, weiter verfolgt werden sollte.

Uneins bei Straßeneinengungen

Der Linken-Fraktionsvorsitzende Freke Over hatte im Vorfeld der Diskussion bereits angeboten, auf eine Abstimmung zu verzichten und das Thema nochmals in den Bauausschuss einzubringen. Der Antrag sah unter anderem vor, dass bei Straßensanierungen immer  Einengungen als Schikanen eingebaut werden sollen, um Autofahrer zum Bremsen zu zwingen. Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow (BVB/Freie Wähler) ist aber gegen eine pauschale Einengung bei jedem neuen Bauprojekt. Der Stadtverordnetenvorsteher Wilfried Schmidt (BVB/Freie Wähler) gab zu bedenken, dass eine Einengung grundsätzlich nicht schlecht sei, abbremsende und anfahrende Autos für Anwohner aber immer mehr Lärmemission mit sich bringen würden.

Anregungen werden weiter verfolgt

SPD-Fraktionschefin Ulrike Liedtke, kündigte an, dass ihre Fraktion den Antrag zwar ablehnen wird, sie aber finde, dass er viele wichtige  Dinge anschiebt, die weiter verfolgt werden sollten. Dem schloss sich die CDU-Fraktion an. Aus den Reihen von BVB/Freie Wähler waren ähnliche Töne zu hören. „Mein Versuch, das Thema diskussionslos an den Fachausschuss zu verweisen, ist gescheitert“, scherzte Over.