Seit Dienstag laufen in Potsdam die Tarifverhandlungen für die bundesweit 2,3 Millionen Angestellten des öffentlichen Dienstes. Die Gewerkschaften Ver.di und DBB Beamtenbund fordern dabei eine Tariferhöhung von 4,8 Prozent. Laut Schwochow könne Rheinsberg angesichts der Haushaltslage eine solche Mehrbelastung nicht stemmen. Neben den Mitarbeitern im Rathaus, im Bauamt sowie im Bauhof hat die Stadt auch Angestellte in den Kitas, in der Touristinfo, der Stadtbibliothek und im Tucholskymuseum.
„Dass es inflationsbedingt mehr geben muss, dafür bin ich auch“, so Schwochow. Er würde jedoch eher dafür plädieren, den Tarif der Bediensteten in den neuen Bundesländern an den Westtarif anzugleichen. Auch dürfe die Schere zu den Gehältern in der freien Wirtschaft nicht zu weit auseinandergehen.

Mehr Flexibilität bei Kürzungen

Seiner Meinung nach, ist die Arbeit im öffentlichen Dienst aus anderen Gründen attraktiv. Kündigungen sind beispielsweise sehr schwierig. Als Verwaltungschef würde er sich aber wünschen, leichter und flexibler Stellen bei Bedarf kürzen zu können. So habe die Corona-Krise gezeigt, dass nicht alle Mitarbeiter von zu Hause aus haben arbeiten können. In solchen Fällen würde er eine Stelle auch gern auf 30 Stunden kürzen können. „Nach meiner Meinung würde so etwas ja nicht oft zum Tragen kommen“, so Schwochow.