Am Saisonende mit dem zweiten Platz und einer ungeschlagenen Serie in der heimischen Halle in Gransee hatten sich vier Spieler, darunter die beiden Zuspieler sowie der Trainer verabschiedet. Das Problem Trainer schien gelöst, doch vor drei Wochen trennten sich die Wege wieder mit Nikola Poluga.
Diagonalangreifer noch gesucht
"Es hat nicht gepasst. Er hat gutes Training gemacht, war engagiert, aber der Spaß im Team fehlte. Und Spaß ist auch in dieser Spielklasse sehr wichtig", erklärte Frank Seeger. Nach dem plötzlichen Schnitt wären die Telefone heiß gelaufen, "doch so spät, waren natürlich alle Trainer schon fest engagiert. Wir haben eine Übergang-Lösung gefunden. Peter Schwarz, schon Trainer der Oranienburger Frauen, wird zweimal in der Woche das Training leiten, sowie bei 14 Spielen auf der Bank sitzen. Dann helfen uns die Ex-Trainer Jan-Philipp Marks und Dirk Heine sowie Daniel Herrmann bei Training und Spielbetreuung", erläuterte er.
Auch die Suche nach neuen Spielern erwies sich als schwieriger als erwartet. Mit Marcin Kapusniak und Ole Schwarmann konnte Seeger zwei Zuspieler vorstellen sowie mit Piotr Adamowicz einen Außenangreifer. Damit stehen elf Spieler zur Verfügung, "einen Diagonalangreifer suchen wir noch", so Seeger. Er denkt, das Bundesligateam sei damit wieder gut aufgestellt. "Erstes Ziel ist, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben, das zweite wäre dann ein Platz unter den ersten fünf", so der Vereinschef.
Lindow II habe in der Regionalliga den Kampf gegen den Abstieg in der Vorsaison mit viel Kampf und Wille noch gewonnen. "Doch personell sieht es nicht viel besser aus, es geht wieder um den Klassenerhalt. Ich gestehe, das Team ist unser Sorgenkind", so Frank Seeger. Am vorigen Wochenende bekam der Sechser die ganze Wucht einer zweifelhaften Schiri-Entscheidung zu spüren: Bei Zweisatzführung hatte Lindow II Matchball, den Aufschlag sahen die Spieler auf der Linie, die Schiris nicht. Kontrahent Halle kippte die gesamte Partie.
Lindow III ist in die Landesliga aufgestiegen und verlor am Sonnabend die beiden ersten Saisonspiele mit 0:3. Neu beim SV Lindow-Gransee ist das Team Lindow IV, das in der Landesklasse spielt und mit einem Sieg und einer Niederlage startete. "Wir hatten für ein Team zu viele Spieler, für zwei Mannschaften sind es etwas wenig. Es ist schon ein gewisses Risiko dabei", so Seeger.
Der freut sich, dass wieder vier Nachwuchsteams (U 12, U 13, U 18, U 20) gemeldet werden konnten. "In den kleinen Städten Lindow und Gransee ist es nicht einfach, Nachwuchs-Volleyballer zu werben. Unser Dank geht da an Holger Ribbentrop und Torsten Spiller."  Seeger wies darauf hin, dass die Anforderungen vom Volleyball-Verband immer  härter werden. "So muss jeder Bundeligist ab 2022/23 ein Nachwuchszentrum haben. Die Kosten für den Unterbau im Verein steigen von Jahr zu Jahr", erklärte Seeger. Der sei daher froh, über die vielen treuen Sponsoren beim SV Lindow-Gransee und begrüßte am Sonnabend auch neue Unterstützer. "Dank Sponsoren, Unterstützer, vieler Helfer und Freunde hat sich der Verein gut entwickelt", stellte Seeger klar.
Den ersten Punkt brachte das Flaggschiff bereits mit: Am Sonnabend wurden die bärenstarken Kieler in den Tie-Break gezwungen. 13:15 endete der fünfte Satz.

Der Kaderdes Zweitligisten


Der SV Lindow-Gransee gehtso in seine zehnte Serie: Eric Stadie, Felix Göbert, Robin Hafemann,  Romulo Galiao, Timo Schlag, Marcin Kapusniak, Piotr Adamowicz, Matti Binder, Martin Pomerenke, Ole Schwarmann, Paul Boock . Trainer sind Peter Schwarz, Jan-Philipp Marks. Im ersten Punktspiel coachten Mirko Heine und Daniel Herrmann den Sechser beim 2:3 gegen Kiel. rom