Demnach sind die Prüfungen zu einer alternativen militärischen Nutzung des Truppenübungsplatzes Wittstock abgeschlossen. Im Ergebnis seien die vorhandenen Kapazitäten in Deutschland „für den landgebundenen Übungs- und Schießausbildungsbedarf auch ohne den Truppenübungsplatz Wittstock als ausreichend zu bewerten“. Auf dieser Grundlage habe Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) entschieden, das Gelände in das Allgemeine Grundvermögen des Bundes zu überführen.
Diese Entscheidung hat weitreichende Folgen. So ist mit dem Verzicht auf den Übungsplatz vorgesehen, die bisher noch bestehenden Luftraum-Beschränkungen über dem Bombodrom-Gelände aufzuheben und für den allgemeinen Flugverkehr freizugeben, heißt es in einer dazu verteilten Erklärung.
Guttenberg informierte am Mittwoch den Verteidigungsausschuss des Bundestages über seine Entscheidung, verlor bei der anschließenden Pressekonferenz jedoch kein Wort über den Standort-Verzicht.