Fast ein Viertel der Befragten (24 Prozent) sieht sich als konventionell an. Sie haben ihre beruflichen wie privaten Ziele erreicht, legen Wert auf Sicherheit, kulturelles Leben und altersgerechtes Wohnen. Sie wünschen sich am häufigsten Wohnungen zwischen 60 und 80 Quadratmetern. Die zweitgrößte Gruppe ist mit 21 Prozent die der „Anspruchsvollen“.
Sie legen Wert auf Selbstverwirklichung und Individualismus. Ihnen ist Nachhaltigkeit wichtig und sie interessieren sich daher für ökologisches Wohnen sowie für Sonderformen wie dem gemeinschaftlichen Zusammenleben und wollen Wohnungen ab 80 Quadratmetern und drei Räumen. Dafür sind sie auch bereit, relativ viel zu zahlen. Gleiches gilt für die Gruppe der „Kommunikativen“, die viele Schnittmengen mit den „Anspruchsvollen haben.
Sie wollen große Wohnungen, sind bereit, dafür mehr zu zahlen. 14 Prozent der Befragten gehören in diese Kategorie. Der häusliche Typ, zu dem sich 16 Prozent zählen, sucht zwar auch Wohnraum ab 80 Quadratmetern und drei Zimmern, legt aber mehr Wert auf Familie, Sicherheit und ein gutes nachbarschaftliches Umfeld sowie soziale Vernetzung. Allerdings legt auch diese Gruppe Wert auf Nachhaltigkeit und gehobene Wohnausstattung.
Die „Bescheidenen“ hingegen bevorzugen Ordnung, Sauberkeit und Sicherheit, leben eher in sich gekehrt und interessieren sich für altersgerechtes Wohnen. Ihnen reichen 40 bis 60 Quadratmeter und zwei Räume. Sie möchten auch nicht viel für ihre Unterkunft zahlen. Die kleinste Gruppe ist mit vier Prozent die der „Funktionalen“. Sie verfügt über wenig Geld, ist unzufrieden und nicht in der Lage, ihre Lebenssituation zu verbessern. Dieser Typus sucht eher kleine Wohnungen und möchte wenig dafür zahlen.
Hintergrund dieser Umfrage ist es, dass die Rewoge ihren Wohnungsbestand an den tatsächlichen Bedarf der Einwohner Rheinsbergs anpassen möchte. Wie Rewoge-Geschäftsführer Stephan Greiner-Petter sagte, kann sein Unternehmen alle Bedürfnisse auch bedienen. Angesichts der zunehmenden Überalterung der Gesellschaft sei es wichtig, den Wohnraum altersgerecht zu gestalten.
Man dürfe dabei aber nicht die Bedürfnisse der Jüngeren außer acht lassen. Schließlich sei Rheinsberg darauf angewiesen, dass junge Familien zuziehen. „Rheinsberg ist ein recht stabiler Standort, kann seine Potenziale aber wegen der schlechten Verkehrsanbindung nach Berlin nicht voll ausschöpfen, um attraktiv für beispielsweise Berufspendler zu sein“, so Greiner-Petter.