Die Rekultivierung einer Parkanlage ist laut Bürgermeisterin Ute Behnicke eine sehr sensible Angelegenheit. "Da darf man natürlich nicht einfach mit Schere und Säge reingehen", sagte sie. Die Areale stehen unter Denkmalschutz. Daher sei es möglich, ein Rekultivierungskonzept erstellen zu lassen. Doch ein Mitarbeiter der Oberen Denkmalschutzbehörde hat der Gemeinde Fehrbellin den Tipp gegeben, dass auch Studenten, die sich auf Landschaftsgestaltung konzentriert haben, solche Projekte als Themen für Arbeiten suchen.
Also hat sich die Gemeinde an die Technische Universität (TU) Berlin gewandt und eine genaue Beschreibung der Parks abgegeben - und Glück gehabt, zumindest teilweise. Sowohl der Gutspark in Protzen, als auch der Kurfürstenpark wurden durch die Fehrbelliner angeboten. Ein Student hat sich schließlich gefunden, der Interesse hat, sich dem Kurfürstenpark zu widmen. Er wird seine Bachelorarbeit über das Gelände schreiben. Für das Protzener Areal hat dieser Weg zum Rekultivierungskonzept nicht funktioniert.
"Wir sind froh, dass es wenigstens mit einem Park geklappt hat", sagte Ute Behnicke. Der Student der TU sei bereits vor Ort gewesen und habe eine Bestandsaufnahme im Kurfürstenpark gemacht. An der TU gibt es beispielsweise einen Studiengang der Landschaftsarchitektur und Geoplanung sowie auch eine Fakultät für Stadt- und Regionalplanung. Aus welchem Bereich der Student kommt, konnte Behnicke nicht genau sagen.
Durch die Rekultivierung wird sich aber auf dem Areal nichts entscheidend ändern, denn bei der Gestaltung muss man sich an die Denkmalschutz-Auflagen halten. Orientieren wird sich der Student am Aussehen des Parks im Jahr 1902. Allerdings spiele auch die Veränderung im Laufe des Jahre eine wichtige Rolle, so Behnicke. Denn es können nicht einfach Bäume gefällt werden, die beispielsweise kurz nach der Eröffnung des Parks gepflanzt worden sind. "Der Park kann also nicht so aussehen, wie er einmal angelegt worden ist", so Behnicke. Bei der Auswahl der historischen Muster für die Rekultivierung hat laut Behnicke Fehrbellins Ortschronist Kurt Müller geholfen. Er hat alte Bilder des Areals beigesteuert. Aber auch Ortsvorsteher Jürgen Sternbeck hat ein Auge auf das Projekt. Er hat den TU-Studentenlaut Behnicke rege begleitet, als dieser in der Rhinstadt mit dem Projekt begonnen hat.
Wenn der TU-Student seine Arbeit am Kurfürstenpark beendet hat, will er die Ergebnisse während einer Sitzung des Fehrbelliner Ortsbeirates vorstellen.