Oberste Ziel des Landkreises ist es dabei, "Unterbringungen in Zelten und Turnhallen zu vermeiden", sagte am Donnerstag Landrat Ludger Weskamp (SPD).
Nach letztem Stand vom 8. Mai muss der Kreis dieses Jahr 1 085 Asylbewerber aufnehmen. Diese Zahl kann sich noch ändern, sagte Sozialdezernent Michael Garske. Die Verwaltung plant zudem mit 1 500 Flüchtlingen, die 2016 nach Oberhavel kommen.
In diesem Jahr werden zusätzlich zu den bereits geplanten Kapazitätserweiterungen, wie das Heim in Bärenklau, ab Juli 40Asylbewerber im Wohnheim der Regine-Hildebrandt-Schule Birkenwerder untergebracht. Ein privater Anbieter vermietet dem Kreis ab August in Birkenwerder ein Haus mit Wohnungen - für ebenfalls 40 Flüchtlinge. In Oranienburg wird auf einem Teilstück des Luisenhofes eine Gemeinschaftsunterkunft für 240 Personen in flexibler Bauweise entstehen. In Zehdenick wird das Wohnheim  I am Oberstufenzentrum jetzt voll ausgelastet. Bis Ende des Monats ziehen dort 103 Asylbewerber ein, geplant waren 25.
Trotzdem kann nach den prognostizierten Zahlen ab August eine Unterbringungslücke entstehen, teilte Michael Garske mit. Daher plant der Kreis eine Notunterkunft für 300 Flüchtlinge für maximal drei Monate. Der Standort ist noch unklar. Im Blick sind der Kreistagssaal und leerstehende Einkaufshallen.
Um Vorsorge für die Aufnahme von 1 500 Asylbewerbern im nächsten Jahr zu treffen, kommen vier neue Standorte dazu. In Hennigsdorf wird das letzte Haus (VI) ausgebaut. In Borgsdorf entsteht unweit der Grundschule eine Gemeinschaftsunterkunft für 240 Flüchtlinge. In Bärenklau wird der Anbau nicht wie geplant abgerissen, sondern für 120 Asylbewerber ausgebaut und in Oranienburg baut der Kreis auf dem Gelände der alten Rettungswache ebenfalls ein Heim (240).