Den Auftakt machte am Sonnabend die Faschingsfeier der Nassenheider Jecken, die unter dem Deckmäntelchen der Sportler von Blau-Weiß Nassenheide bereits seit Monaten ihr Programm einstudiert haben. Das Motto: Abheben, und das mindestens mit 0,8 Promille Alkohol in der Kabinenluft des Ferienfliegers. Dass "Dorfgemeinschaftshaus Helau" als Schlachtruf eher weniger geeignet ist, um den Frohsinn zu befördern, insbesondere wenn sich die ersten alkoholbedingten Knoten in der Zunge bilden, brachte die Jecken nicht aus der Ruhe. Kurzerhand wurde eben mit "Nassenheide Helau" weitergemacht, die Stimmung litt nicht darunter. Immerhin präsentierten die Jecken ein Programm, das sich mit denen anderer Karnevalsclubs messen kann, sich aber immer am Geschehen vor Ort und im Alltag orientierte - dass beispielsweise der Frisörladen schließen musste, der Abriss und Neubau der Brücke über den Soldatengraben für Aufregung sorgte und Schwester Schwandra ihre Schwierigkeiten hat, Frau Bölke und Herrn Kramulke zu verarzten, wenn Frau Doktor Joghurtlight gerade nicht im Dienst ist. Um Glanz ins Dorf zu holen, hatten die Veranstalter sogar Ute Freudenberg und die Kelly Family eingeladen, die tatsächlich auch gekommen waren und mit ihren Hits "Jugendliebe" und "Sometimes" den Gästen gar köstlich auf dem Faschingsrundflug einheizten.