"Alte-Fleischerei"-Inhaber Arndt vermutete am Montag, dass die Tat im Zusammenhang mit einer Vortragsveranstaltung des AfD-Kreisverbandes zum Klimawandel am Montagabend im "Meistersaal" stand. Er habe bereits vor einigen Tagen eine Aufforderung vom "Forum gegen Rassismus und rechte Gewalt" bekommen, die Veranstaltung abzusagen, sei dem aber nicht nachgekommen. "Solange die Partei informative Vorträge hält und nicht hetzt, ist sie jederzeit bei mir willkommen", sagte Arndt, der nach eigenen Angaben seit 20 Jahren die Linke wählt und ein großer Fan von Gregor Gysi ist. "Ich habe Freunde in aller Welt. Bei mir ist jeder gern gesehen, egal ob Russe oder Polynesier. Ich lasse mich nicht in die rechte Ecke stellen."
Arndt bezeichnete die Täter als "Links-Nazis". Er bat die Oranienburger via Facebook, ihm bei der Suche nach den Tätern zu helfen und kündigte "Hausbesuche" an. Für den Fall, dass die Antifa wiederkomme, sei er "gewappnet". Man solle sich auf "eine Überraschung" einstellen. Die Polizei mahnte Arndt zur Mäßigung: "Es ist völlig legitim, selbst nach Zeugen zu suchen, auch über die sozialen Netzwerke. Wer aber unterschwellig droht, macht sich womöglich selbst strafbar", sagte Polizeisprecherin Dörte Röhrs. Das Forum gegen Rassismus bestätigte die E-Mail an Arndt, erklärte aber: "Wir verurteilen die Farbattacke in aller Deutlichkeit. Wir sind gegen solche Gewaltexzesse."