Darin heißt es, dass Sommerfeld die "zukunftsweisende Kontinuität in unserem Dorfgemeinschaftsleben aufzeigen" will. Dazu zählen neben dem modernen Feuerwehrgebäude und der Kirche, die ein "wichtiges bauliches und kommunikatives Ensemble" in der Dorfmitte bilden, der Kindergarten Villa Kunterbunt mit 107 Plätzen sowie vor allem die gemeinschaftsprägende Vereinsarbeit. Aktiv sind im Ort unter anderem die 39 Mitglieder des Kameradschaftsvereins der Feuerwehr, die Evangelische Frauenhilfe (29 Mitglieder), SV belafarm (89), der Angelverein (35), der Gemischte Chor Harmonie Beetz mit 28 Sängern und der 60 Mitglieder starke Förderverein der Grundschule und Kita Beetz. Als positives Beispiel des Zusammenspiels aller Vereine hob Jürgen Kurth die diesjährige 775-Jahr-Feier hervor. Nur dank der Vereine, Ehrenamtlichen und Sommerfelder Bürger sei das Fest ein solcher Erfolg geworden.
Weitere Argumente für ein aktives Dorfleben, die die Jury überzeugen sollen: 30 Senioren treffen sich regelmäßig, gehen alle zwei Wochen ins Schwimmbad, lesen in der Kita vor, feiern zu allen Jahreszeiten Feste.
Das Ladenprojekt Dorv findet ebenfalls Eingang in die Begründung. Es wird als "wichtiges Vorhaben" bezeichnet. Angesichts der "hohen Rücklaufquote der Fragebögen" sei von einem regen Interesse der Sommfelder auszugehen. Jürgen Kurth gibt im Ortsbeirat aber zu: "Es hätten mehr Teilnehmer sein können." 240 Bögen kamen zurück. 1 700 Haushalte in Sommerfeld, Beetz und Hohenbruch hatten welche erhalten. Die Hürde: "Einen Betreiber finden, der das unternehmerische Risiko auf sich nimmt." Sollte das Projekt gut voranschreiten, wäre es ein sicheres Argument für die "Unser Dorf hat Zukunft"-Jury.
Erst einmal muss sich Sommerfeld aber im Kreisausscheid durchsetzen. 2014 gewann diesen Vehlefanz, schaffte es im Landesfinale aber nicht unter die ersten drei Plätze. Bis 31. August können sich Dörfer aus Oberhavel noch beim Fachdienst Landwirtschaft und Naturschutz der Kreisverwaltung bewerben. Anfang Oktober wird eine Jury den Ort besichtigen. "Wir sind nicht auf der Suche nach der perfekten Optik, sondern möchten ein lebendiges, liebens- und lebenswertes Dorf mit engagierten Bewohnern auszeichnen", so Landrat Ludger Weskamp (SPD) im Vorfeld. Der Kreissieger tritt 2018 auf Landesebene an. Für den Landessieger gibt es eine Prämie von 10 000 Euro, Platz zwei bekommt 5 000 Euro, der dritte Sieger 3 000 Euro. In Sommerfeld weiß man jetzt schon ganz genau, in welches Projekt das Geld fließen würde. Kurth: "Wir werden es als Eigenanteil für einen neuen Spielplatzes auf dem Postdreieck verwenden."