Manja Schüle hatte den Beschluss als unwürdig bezeichnet und eine neue Entscheidung "dringend empfohlen". Denn es komme zu einer unzulässigen Gleichsetzung von KZ und sowjetischem Speziallager, indem beide Opfergruppen bei der Straßenbenennung berücksichtigt werden. Es gelte jedoch, auf dem Gelände eines ehemaligen KZ-Außenlagers "an die Menschen zu erinnern, die im KZ Sachsenhausen gelitten haben".
Nicole Walter-Mundt macht aus der Kritik am Beschluss nun eine "Abgeordnetenschelte". "Ich empfehle Manja Schüle, das demokratische Votum der Stadtverordneten zur Benennung einfach zur Kenntnis zu nehmen. Einen neuen Beschluss wird es mit der CDU jedenfalls nicht geben", so Nicole Walter-Mundt. Sie warf der Ministerin vor, Opfergruppen gegeneinander auszuspielen. Gräueltaten der Kommunisten in Oranienburg dürften nicht "totgeschwiegen" werden.