Vorbereitet wird auch den Bau einer neuen Kita für 100 Kinder an der Geschwister-Scholl-Straße. Zimniok rechnet im Jahr 2021 mit dem Baubeginn, so dass die Kinder dort ab 2022 betreut werden können. Die Gemeinde investiert hier 4,25 Millionen Euro. Da die vorhandenen Plätze in Birkenwerder bis dahin aber nicht ausreichen, wird im Mai auf dem Gelände des Jugendclubs eine provisorische Kita aus Containern errichtet. Die Module werden gemietet. Details zur Betreuung der Kinder werden derzeit mit den Erzieherinnen und den Eltern besprochen.
Nachbarschaftliche Kooperation
Gelder werden auch in das Spielplatzkonzept, das vorliegt, gesteckt. Zimniok hofft, in diesem Jahr den naturnahen Spielplatz am Grenzweg planen zu können. Zudem soll eine Anlage in diesem Jahr umgeplant werden. Noch ist nicht entscheiden, welcher Spielplatz das sein wird. Bei der Planung für den Grenzweg sucht Zimniok auch das Gespräch mit der Nachbarstadt. um Details abzusprechen. Der unbebaute Grenzweg befindet sich an der Ortsgrenze zu Borgsdorf.
Der Bürgermeister bezeichnet das Verhältnis zu Hohen Neuendorf als ausgesprochen kooperativ. "Wir sind in vielen Arbeitsgemeinschaften zusammen und besprechen viele Dinge, die beide Kommunen berühren." Die Zusammenlegung von Ämtern ist derzeit aber kein Thema. "Wir warten ab, was in Glienicke und im Mühlenbecker Land passiert", so Zimniok. Die beiden Gemeinden prüfen gerade, ob und wie die Bauämter gemeinsam arbeiten können.
Zimniok hat inzwischen mehr als die Hälfte seiner Amtszeit absolviert. Ob er 2023 erneut antritt, hat er noch nicht entschieden. Er kann es sich aber gut vorstellen. In den verbleibenden knapp vier Jahren will der Bürgermeister noch einige Meilensteine für den Ort setzen. Auf jeden Fall soll der Grundstein für den Bildungs- und Kulturcampus gelegt sein. Die neue Kita sollte den Betrieb aufgenommen haben und alle Spielplätze modernisiert sein. Weiter soll es Angebote für sozialverträgliche Mietwohnungen geben. "Wenn es gut läuft, können wir am Krugsteig im Herbst 2021 anfangen zu bauen." "Und ein paar Straßen mehr sollten ausgebaut sein", hofft Zimniok, der gerne auch das Bahnhofsumfeld entwickeln würde. Doch er hat inzwischen gelernt, dass Wunsch und Wirklichkeit in Bürokratie-Deutschland zwei verschiedene Paar Schuhe sind. "Ich wusste schon nach einem Jahr: Geduld ist wichtig". Er arbeitet deshalb nach dem Motto "Erfolg durch Penetranz". Er versucht, bei allen Themen kontinuierlich am Ball zu bleiben und sich so bei den Entscheidungsträgern, zum Beispiel bei der Deutschen Bahn, dauerhaft in Erinnerung zu rufen.
Überregional werben
Er versucht auch, durch attraktive Veranstaltungen auf der Wiese am Rathaus den Namen Birkenwerder in der Region zu etablieren. Mit dem Open-Air-Konzert von Max Giesinger am 15. August ist ihm das schon gelungen. Es gibt Kartenanfragen aus Berlin und ganz Brandenburg. Beim traditionellen Birkenfest zu Pfingsten steht das 120-jährige Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr im Mittelpunkt.
Staugefahr ab Sommer
Schweren Zeiten steuert Birkenwerder beim Verkehr entgegen. In diesem Jahr wird mit dem Abriss der Autobahnbrücken begonnen. Der gesamte Nord-Süd-Verkehr fließt dann über eine provisorische Brücke an der B 96. "Das wird chaotisch, lässt sich aber nicht vermeiden", bleibt der Bürgermeister gelassen. Vielleicht werde es im Ort sogar etwas ruhiger, weil Pendler die Strecke meiden und die Baustelle weiträumig über die B 96 neu oder Mühlenbeck umfahren würden, kann sich Zimniok vorstellen. Ihn ärgert, dass ausgerechnet in dem Zeitrum, wo die Gemeinde auf eigene Kosten einen Bus durch den Ort fahren lässt, die Bauarbeiten stattfinden. Er befürchtet, dass auch der Linienbus häufig im Stau stehen wird und deshalb seltener genutzt wird.

Zahl derEinwohner


Birkenwerder verzeichnet derzeit gut 8 200 Einwohner.

In zehn Jahren könnten rund 9 000 Menschen in dem Ort leben.

Vor zehn Jahren waren es noch 7 774 Einwohner. zeit