In Birkenwerder sind vor einigen Tagen mehrere Masten aufgestellt worden, an denen Kameras montiert werden sollen. Sie übertragen Bilder von der Bahnsteigkante in die Fahrerkabine. So ist es dem Zugführer möglich, seine Bahn ohne Hilfe von außen selbstständig wieder anzufahren. Der Zugabfertiger wird dann auch in Birkenwerder nicht mehr gebraucht. Das System soll im Laufe des Jahres in Betrieb gehen. Gesteuert werden die Systeme von 21 Stammaufsichten im gesamten S-Bahn-Netz, unter anderem auch in Birkenwerder. Diese verfügen über alle innerbetrieblichen Daten zum Betriebsgeschehen und können sich per Monitor auf Bahnsteige aufschalten. "Entsprechend der verkehrlichen Lage ist die gezielte visuelle und akustische Information der Fahrgäste für einzelne Stationen oder ganze Streckenteile möglich", so S-Bahn-Sprecher Ingo Priegnitz. Per Inforufsäule auf den Bahnsteigen kann auch der Fahrgast jederzeit mit der Stammaufsicht Kontakt aufnehmen. Für den direkten Kundenkontakt kommen weitere 120  Mitarbeiter als mobile Aufsichten zum Einsatz. "Die sind dann auch in Birkenwerder, wenn wegen einer Bombenentschärfung in Oranienburg die S-Bahn dort endet und Schienenersatzverkehr eingerichtet werden muss", erklärt S-Bahn-Sprecher Priegnitz. In Berlin wird derzeit geprüft, ob die Kamerabilder vom Bahnsteig zur Überwachung der Bahnhöfe genutzt werden können.