Die Bauarbeiten auf der Bundesstraße 96 von Teschendorf nach Löwenberg könnten mehr kosten und vor allem länger dauern. Nicht, weil sie nicht vorangehen, sondern, weil unvernünftige Kraftfahrer die Arbeiten behindern. Denn viele Kraftfahrer ignorieren, dass der Straßenabschnitt gesperrt ist. Sie fahren trotz der aufgestellten Verbotsschilder und der ausgewiesenen Umleitung mit Pkw oder sogar Lkw in die Baustelle ein. Wenn sie nicht weiterkommen, dann weichen Pkw-Fahrer sogar auf die Radwege aus.

Gerade erledigte Arbeiten werden beschädigt

Kommen Lasterfahrer nicht weiter, müssen sie im Baustellenbereich umständlich wenden. Die Folge in beiden Fällen ist, dass die Arbeiter auf der Baustelle massiv gefährdet, teilweise sogar bedrängt und dadurch bei ihrer Arbeit behindert werden. Doch auch die gerade erledigten Arbeiten wie das Setzen von Randsteinen oder das Aufbringen der Fahrbahnmarkierungen werden dadurch zunichte gemacht.

Bauarbeiten werden sogar bedrängt und angefahren

Hans-Jürgen Otte, der beim Landesbetrieb für Straßenwesen für die Koordination der Arbeiten auf der Baustelle die Verantwortung trägt, ist über das Handeln der einzelnen Kraftfahrer entsetzt. „Ich war am Donnerstag vor Ort, um mir das Geschehen anzusehen. Ich konnte nicht glauben, was da abging und ich bin sogar angefahren worden, als ich einen Kraftfahrer in seinem Fahrzeug ansprechen wollte.“

Bauarbeiten werden teurer und könnten länger dauern

Ihn ärgert vor allem, dass in der Konsequenz die Bauarbeiten dadurch nicht nur teurer werden, sondern sich auch länger hinziehen könnten. „Die Begrenzungsfolien, die wir am Straßenrand aufbringen, werden dadurch abgefahren und beschädigt. Wenn sie sich dann ablösen, bleibt nichts anderes übrig, als die Arbeit noch einmal zu machen“, stellt der Fachmann klar. „Als Planer haben wir versucht, die Sperrzeiten auf ein Minimum zu beschränken. Die Bauarbeiter geben ihr Bestes, da muss so etwas doch nun wirklich nicht sein.“
Ärger gibt es auch in Nassenheide. Denn dort fahren unvernünftige Kraftfahrer auf der Suche nach einer Abkürzung sogar durch die Wohngebiete. Deshalb hat die Gemeinde nun sogar einzelne Zufahrtsstraßen sperren müssen.