Baustaatssekretär Rainer Genilke überbrachte am Dienstag einen Fördervertrag. Das Land stellt 8,8 Millionen Euro als Darlehen und 1,4 Millionen Euro als Zuschuss zur Verfügung. Die Woba nimmt 1,4 Millionen Euro als Kredit auf und steuert 3,7 Millionen Euro als Eigenmittel bei. Genilke sprach in Gegenwart einiger Gäste von einem "großen Tag". Die Woba sei erfolgreich unterwegs. Die Belegungsbindung mache die Förderung möglich.
Baustadtrat Frank Oltersdorf meldete weiteren Förderungsbedarf an: für den Neubau der Emil-Büge-Straße zur Erschließung der neuen Weißen Stadt und für die Grünanlagen, die als Puffer zur Walther-Bothe-Straße entstehen sollen. Förderung bedürfe aber auch der Bau zusätzlicher Kita- und Schulplätze. Die Stadt müsse dafür in den kommenden Jahren 60 Millionen Euro aufwenden. "Bis 2027 werden wir auf 51 000 Einwohner wachsen", sagte Oltersdorf.
Im vierten Bauabschnitt der Weißen Stadt entstehen bis 2025 eine neue Kita und eine Grundschule. Für die Kita wurde die Entwurfsplanung gerade an ein Planungsbüro vergeben.
In Oranienburg entstehen aktuell neben Potsdam und Cottbus landesweit die meisten neuen Wohnungen. Die Stadtverordneten machten am Montagabend den Weg frei für weitere Wohnungsbauten in den Ortsteilen und die Schaffung zusätzlicher Kita- und Schulplätze. Dennoch meldeten die Ortsvorsteher weiteren Bedarf für Betreuungsplätze an. Allein in Lehnitz entstehe ein Defizit von 100 Kitaplätzen, sagte Matthias Hennig (SPD).