Der Tempel soll dem Frieden in der Welt gewidmet sein und die Möglichkeiten der Religionsausübung am Standort verbessern, heißt es im Antrag der Neuen Kadampa Tradition, dem Eigentümer des Geländes rund um das Schloss Sommerswalde. Auf diesem soll nun auch der Neubau entstehen. Konkret basiert der Tempelentwurf auf einem "himmlischen Palast" oder Mandala von Buddha Heruka, dem Buddha des Mitgefühls.
Religiöse und kulturelle Zwecke
Seit etwa 15 Jahren nutzt die Neue Kadampa Tradition schon das Schloss Sommerswalde für religiöse und kulturelle Zwecke, bietet hier verschiedene Meditationskurse und Workshops an. Diese können unabhängig von der eigenen Religion besucht werden, woran auch der Bau des Tempels nichts ändern wird. Auch dieser wird für jeden zugänglich sein.
Neben dem Sakralbau wird auf dem Grundstück zudem noch ein Parkplatz und ein Gebäude mit Sanitäranlagen gebaut. Diese in den Tempel zu integrieren ist nicht möglich, da das mit der religiösen Funktionalität des Bauwerkes nicht vereinbar wäre. Alle Gebäude, die derzeit noch auf den angedachten Bauflächen stehen – ein paar Garagen, ein altes Heizhaus und eine frühere Bäckerei – sollen abgerissen werden.
Traditionelle Elemente
Auf einer Grundfläche von 36 mal 36 Metern wird es im Tempel einen Versammlungsraum und einen Säulenrundgang geben. Überdacht wird der Bau, der 15 Meter hoch sein wird, von einem fünfstufigen Dach samt Lichtkuppel. Bei allen äußerlichen Merkmalen des Bauwerks wird auf die traditionelle Lehre des Buddhismus geachtet, so auch bei den vier Zugängen zum Tempel, die die vier Wege, um den Pfad der Befreiung zu betreten, symbolisieren.
Insgesamt sind zwei Teilflächen für das Bauvorhaben geplant. Die eine ist für den Tempel und die Sanitäranlagen vorgesehen (0,52 Hektar), die zweite für die Parkplätze (0,57 Hektar).
Im Zuge der Erarbeitung des Bebauungsplan steht auch noch eine Umweltprüfung an, bei der die Umweltauswirkungen des Baus ermittelt und bewertet werden.