Thomas Stütze, Geschäftsführer der Havellandautobahn GmbH, stellte am Donnerstag im Hohen Neuendorfer Bauausschuss die Einschränkungen vor, mit denen in den kommenden Monaten wegen des Autobahnbaus zu rechnen haben. Das betrifft auch die Bahn: Eine erste Sperrung ist vom 18. bis 25. September mit der Deutschen Bahn vereinbart. Zwischen 18. und 21. September liegt die neue Brücke dann auf der ebenfalls gesperrten A 10. Eine weitere dreitägige Sperrung soll im November folgen.
Er hoffe, die Behelfsbrücke sei in der Lage, den gesamten Verkehr aufzunehmen, erklärte Manfred Hick (Linke) skeptisch: Denn die "Schleichwege", die Brücken am Stolper Weg nach Borgsdorf und der Fichteallee Richtung Briese werden auch abgerissen. "Wenn nicht, ist der Stau bis Havelhausen und Birkenwerders Rathaus vorprogrammiert. Da kann ich nur hoffen, dass Sie dann auch schnell eingreifen können, um das zu ändern." "Wenn eine Verkehrsbeziehung oder eine Ampelschaltung nicht funktioniert, dann werden wir uns alle bemühen, Abhilfe zu schaffen. Aber auf Einengungen müssen Sie sich einstellen, es tut mir leid", so der Fachmann. Die Entscheidung, den Verkehr ausschließlich über die Bundesstraße zu führen, sei in Absprache mit Behörden wie dem Landesbetrieb für Straßenwesen und der Polizei getroffen worden.
Hoher Lärmschutz
Teilweise bis zu neun Meter hoch werden die Lärmschutzwände bei Birkenwerder. Es seien Massen an Sand zu bewegen, sagte Stütze auf Nachfrage von Michael Heider (CDU), unter anderem für einen Lärmschutzwall in Birkenwerder. Der Sand komme zum Teil von Großbaustellen von Berlin bis Sachsen-Anhalt. Bei Bergfelde werde es ebenfalls eine Lärmschutzwand geben. Für die Baufeldfreimachung sei der Bund verantwortlich, der sich entschieden habe, den Wald bereits im Vorfeld zu roden und nicht während der Bauabschnitte. Aber für alle großen Infrastrukturprojekte werde es eine "sehr detaillierte Ausgleichsrechnung" gegeben. Jeder Baum, der diesem Projekt zum Opfer falle, werde in der Nähe kompensiert. Die Aufforstung geschehe etwa ein Dreivierteljahr nach Bauende.