Er sei außerdem zufrieden, dass es sofort einen Nachfolger gebe, sagte Wildgrube. In anderen Schule sei das wegen Personalmangels nicht so einfach. "Wir haben in Nordbrandenburg zu wenige Schulleiter." Seinen Nachfolger hat Wildgrube schon vor einigen Jahren über das Projekt "Schule für gemeinsames Lernen" kennengelernt. Daniel Franz war damals auch für das Bildungsministerium tätig, um das integrative Lernen vorzubereiten. Künftig will sich der Berliner um eine einheitliche IT-Struktur in der Schule kümmern. Langfristig soll es neben Smartboards auch digitale Klassen- und Notenbücher in der Jean-Clermont-Schule geben. Das sorge für mehr Transparenz, sagt Franz, der bisher stellvertretender Leiter der Hans-Klakow-Oberschule in Brieselang war. Dort unterrichtet auch seine Frau. Auch E-Learning und virtuelle Klassenräume soll es in Sachsenhausen bald geben. Dann wäre der Unterricht gegen mögliche Pandemien gewappnet.
Gestaffelter Start
Ab 10. August wird aber wieder ganz normal unterrichtet, kündigt der neue Schulleiter an. Nur der Start beginnt gestaffelt. Die Jahrgangsstufen sollen sich möglichst nicht begegnen und auch auf dem Schulhof voneinander getrennt bleiben. Zuletzt will Franz dann die neuen Siebtklässler und ihre Eltern auf dem Schulhof begrüßen. 75 neue Schüler in drei Klassen werden unterrichtet. Mit Blick auf möglicherweise erneut steigende Corona-Infektionszahlen bleibt Franz gelassen. "Wir müssen uns darauf einstellen." Er sei bereits an seiner vorigen Schule damit beschäftigt gewesen, den Unterricht an die Pandemie anzupassen.
Daniel Franz, der zunächst als Sozialpädagoge in Brieselang tätig war, unterrichtet auch Mathematik. Er freue sich auf seine neue Aufgabe, lobte den Zusammenhalt im Team mit 39 Kollegen sowie die Ausrichtung der Schule und den praktischen Unterricht, der die Schüler auf eine Ausbildung vorbereitet. Seit Jahren hat sich die Jean-Clermont-Schule mit diesem Angebot profiliert. Olaf Wildgrube war elf Jahre lang Schulleiter.
Wachsender Bedarf
Eine Konkurrenz in der neuen Oberschule in Lehnitz sehen Franz und Wildgrube nicht. Der Bedarf an Schulplätzen werde wachsen, ist sich Wildgrube sicher. Schließlich wächst auch die Stadt Oranienburg. Neue Grundschulplätze allein reichen nicht aus. Die kInder werden ja älter. Allein die Havelgrundschule wird durch Ausbau zur größten Grundschule in Oberhavel.
Drei siebte Klassen werden von neun Lehrern in der kreiseigenen Oberschule in Lehnitz unterrichtet. Erste Schulleiterin ist Katja Hoyer, die bisher am Gymnasium Wandlitz unterrichtet. Zunächst ist sie nur kommissarisch im Amt, bis sie von der Schulkonferenz als Direktorin bestätigt wird. Auf der Schulhomepage begrüßt Katja Hoyer die neuen Schüler und ihre Eltern in einem Video. Darin preist sie die Sportanlage auf dem Schulhof, einen Blick in den modern eingerichteten früheren Kasernenblock gibt es noch nicht. Das besondere Angebot der Lehnitzer Oberschule: Spanisch als zweite Fremdsprache im Wahlpflichtfach.
Mit dem neuen Schuljahr werden nun alle Torhorstschüler wieder an einem Standort unterrichtet. Die Oberstufe war für den Schulumbau nach Lehnitz ausgelagert worden. An der Walther-Bothe-Straße wurde der Altbau an die Architektur des modernen Anbaus angepasst. Bis zum Schulstart sind die Handwerker noch im Haus.