Ministerium dagegen
Das Schulgesetz sehe vor, dass Schulen in zusammenhängenden Gebäuden untergebracht werden. "Die Unterbringung in getrennten Gebäuden ist nur in Ausnahmefällen zulässig", so Gatzke. Eine Filiale in Vehlefanz befände sich außerhalb der Kommune des eigentlichen Schulstandortes und würde nicht unter die Ausnahmeregelung fallen. "Die örtliche Trennung von weiterführenden allgemeinbildenden Schulen lehnt das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport grundsätzlich ab", teilt die Kreissprecherin mit. Die Variante einer Filiale einer weiterführenden allgemein bildenden Schule in Vehlefanz sei demnach "nicht zielführend".
Oberkrämers Linken-Chef Sebastian Wolf stellte sein Konzept der Schulfiliale am Dienstag vor. Er schlug vor, die Zürner-Oberschule in eine Gesamtschule umzuwandeln und eine zweizügige Filiale in Vehlefanz zu errichten, um den künftigen Bedarf an Schulplätzen in der prosperierenden Gemeinde decken zu können. Die Kosten einer neuen Schule würden laut der Linken bei rund 15 Millionen Euro liegen. Diese sollte zum Großteil der Landkreis übernehmen.