Die Pläne der Kreis-SPD, die beiden privaten Gymnasien in Glienicke in Kreisträgerschaft zu überführen, stoßen beim CDU-Koalitionspartner auf Skepsis. Das teilt Christian Howe, Wahlkreismitarbeiter der Oranienburger Landtagsabgeordneten Nicole Walther-Mundt (CDU), nach einem Vor-Ort-Termin mit.
Bei den Elternvertretern, Schülern und Lehrern des Neuen Gymnasiums (NGG) sowie des Neuen Beruflichen Gymnasiums in Glienicke (NBGG) habe es in den zurückliegenden Tagen einige Irritationen mit Blick auf die Zukunft des Standortes gegeben, heißt es in dem Schreiben weiter. Deshalb bekämen Schüler, Eltern und Lehrerschaft jetzt Rückendeckung von der CDU-Kreistagsfraktion. Deren Fraktionschefin Nicole Walter-Mundt informierte sich kürzlich zusammen mit ihren CDU-Kollegen Dr. Ulrich Strempel aus Glienicke und Mario Müller aus Schönfließ bei Schulleiter Kristof Wenger über die aktuelle Situation vor Ort.
„Die Eltern haben sich einst bewusst dafür entscheiden, ihre Kinder auf Schulen in freier Trägerschaft zu schicken. Gerade, weil der Landkreis den Bedarf an Schulplätzen im Südkreis seit Jahren hinterherläuft, sind diese Alternativen für Eltern und Schüler durchaus sinnvoll. Nichtsdestotrotz müssen wir auch über die akuten Probleme an den Gymnasien vor Ort reden, so zum Beispiel über die hohe Fluktuation von Lehrkräften. Das geht aber nur gemeinsam und im Dialog mit den Betroffenen – mit den Elternvertretern, dem Träger und der neuen Schulleitung“, so Nicole Walter-Mundt in der Pressemitteilung. Dr. Ulrich Stempel, Vorsitzender der Glienicker CDU, forderte darin weiter, die etablierte Einrichtung „nicht mit übereifrigen Verstaatlichungsfantasien aufs Spiel zu setzen, sondern sachorientiert und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, wie bestehende Versäumnisse im Sinne der Schülerinnen und Schüler geheilt werden können“, Der CDU-Kreistagsabgeordnete Mario Müller ergänzt: „Wichtig ist, dass der Träger und die Schulleitung langfristig sicherstellen können, dass die Qualität der Lehre stimmt und dass die Kinder vor Ort ihr staatlich anerkanntes Abitur ablegen können.“
Der Antrag der SPD soll zu nächsten Kreistagssitzung am 7. Oktober eingebracht werden.