Als Verbindung zum Altbau entstanden eine Aula und die neue Caféteria, die getrennt oder gemeinsam genutzt werden können. Zwar waren auch am Freitag noch unterschiedliche Baufirmen in der Torhorstschule bei der Arbeit, doch kommen am Montag wieder alle 840 Schüler und Lehrer am Stammstandort zusammen. Das drei Jahre lang provisorisch genutzte, zur Schule umgebaute Kasernengebäude in Lehnitz wird am Montag als neue Oberschule eröffnet.
Im 5 350 Quadratmeter großen Bestandsbau der  Torhorstschule an der Walther-Bothe-Straße verbleiben zwölf Fachkabinette für Naturwissenschaften, Musik, Wirtschaft, Arbeit und Technik sowie eine Lehrküche.
Etwa 70 Fachfirmen, darunter mehr als 50 Handwerksfirmen und 18 Planungsbüros, haben am Um- und Neubau der Schule mitgewirkt, teilte der Landkreis mit. Insgesamt wurden 17 Millionen Euro investiert. "Diese Investition in die Bildung unserer Kinder ist das Herzstück unserer Kreispolitik", sagte Landrat Ludger Weskamp (SPD). Die Schule sei nun auf einem modernen, zeitgemäßen Stand und beispielsweise auch komplett mit W-lan versorgt. Entstanden sind außerdem Aufenthalts- und Arbeitsplätze sowie Möglichkeiten für Arbeitsgemeinschaften wie Theatergruppen, Kochen und Backen und die Schulsozialarbeit. Dazu gibt es auf jeder Etage Teamräume für Lehrer. Die neue Aula bietet Platz für 420 Personen und ist mit flexiblen Bühnenteilen und Mobiliar ausgestattet. Die bisherige Aula ist zum Kunstraum umgestaltet worden. Die Caféteria mit neuer Küche bietet 48 Sitzplätze.
"Die gesamten Baumaßnahmen bei laufendem Schulbetrieb umzusetzen, war und ist eine große Herausforderung. Die Schulleitung, die Lehrer- und die Schülerschaft haben bei dieser Aufgabe stets sehr gut mitgewirkt, die Zusammenarbeit mit den Bauleuten hat gut geklappt", lobte Bildungsdezernentin Kerstin Niendorf. Gemeinsam mit Landrat Ludger Weskamp dankte sie allen Beteiligten für ihre Geduld und konstruktive Mitwirkung.
"Wir freuen uns sehr, dass nun alle Schülerinnen und Schüler wieder gemeinsam an einem Standort lernen können", sagte Schulleiterin Manuela Brüssow. Dass die Lehrer nun nicht mehr zwischen zwei Standorten pendeln müssen, sei eine enorme Erleichterung für den Schulalltag. Manuale Brüssow freute sich, dass auch der neue Schulhof ein "echter  Hingucker" geworden sei. Zum Hof gehören Tischtennisplatten, Fahrradabstellanlagen, bunte Bänke und Blumenbeete.
Noch sind jedoch Restarbeiten zu erledigen. Sie sollen nach Schulschluss und in den Herbstferien stattfinden. Auch am Sportplatz, zwischen Schule und Havel gelegen, wird noch gebaut.  Hier entsteht ein 3 600 Quadratmeter großes Multifunktionsfeld mit einer 200-Meter-Rundlaufbahn und Flächen für Volleyball, Badminton, Tennis und Basketball. Außerdem werden den Schülerinnen und Schülern Sprintbahnen für 100- und 60-Meter-Läufe, Weitsprung- und Kugelstoßanlagen zur Verfügung stehen
Das Gründach auf der Aula könne erst nach Fertigstellung der zweiten Aufzugsanlage für den Westtrakt der Schule vollständig hergestellt werden, teilte die Kreisverwaltung mit. Für die neu zu errichtende Dreifelder-Sporthalle auf dem Grundstück an der Albert-Buchmann-Straße laufe derzeit die Planungsphase; Baubeginn werde voraussichtlich im kommenden Jahr sein.