Seinen Angaben zufolge ist der Oder-Havel-Kanal in Oranienburg deshalb seit 10 Uhr für den Schiffsverkehr gesperrt. Der Oder-Havel-Kanal gilt als Hauptwasserstraße von Norden und Osten nach Berlin und umgekehrt. Betroffen sind die Güter-, Ausflugs- und Freizeitschifffahrt.
Auch die 18 Parzellen der Kleingartenanlage "Haveleck", der dort gelegene Bahndamm sowie Teile des Wassersportzentrums dürfen nicht mehr betreten werden. Nach Angaben der Stadtverwaltung liegt der Blindgänger in rund vier Metern Tiefe und etwa 50 Meter von der Straßenbrücke entfernt. Die Brücke nach Lehnitz kann aber weiterhin uneingeschränkt befahren werden.
"Die Art der Bezünderung kann erst nach vollständiger Freilegung festgestellt werden", erklärte Stadtververwaltungssprecherin Eike-Kristin Fehlauer. "Da im Umfeld aber schon mehrfach Bomben geborgen wurden, die mit einem chemischen Langzeitzünder ausgestattet waren, muss die Wahrscheinlichkeit, dass auch hier einer vorhanden ist, als sehr hoch eingeschätzt werden."
Gemeinsam mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg (KMBD) und dem WSA erarbeitet die Stadt Oranienburg nun eine Zeitschiene zur Freilegung der Bombe. "Ziel ist es, die Bombe noch vor Weihnachten entschärfen zu können. Weitere Details werden voraussichtlich noch in dieser Woche bekanntgegeben werden können", so Eike-Kristin Fehlauer.
Der Oder-Havel-Kanal gilt als Hauptwasserstraße von Norden und Osten nach Berlin und umgekehrt. Betroffen sind die Güter-, Ausflugs- und Freizeitschifffahrt.