Nach Angaben der Berliner Polizei sind es stadtauswärts an Wochentagen täglich zirka 500 Fahrer, die schneller als die erlaubten 60 Stundenkilometer unterwegs sind. An Wochenenden sind es sogar täglich 700 Verkehrsteilnehmer. Stadteinwärts, also aus Oberhavel kommend, sieht die Statistik für die ersten drei Monate dieses Jahres etwas besser aus. Hier sind es von montags bis freitags täglich etwa 160 Verkehrsteilnehmer, die geblitzt werden. Sonnabends und sonntags sind es etwa 20 mehr. Die Tendenz ist allerdings rückläufig.
Zur Herkunft der Fahrzeuge konnte die Polizei keine Angaben machen.
"Die festgestellte Überschreitungsquote ist seit Installation der Anlagen kontinuierlich zurückgegangen", teilte eine Polizeisprecherin auf Anfrage mit. Ob auch die geschwindigkeitsbedingten Unfallzahlen zurückgehen, lässt sich noch nicht sagen. Dazu sei der Beobachtungszeitraum noch zu kurz. Im Januar und Februar gab es zumnindest keinen Unfall wegen zu hoher Geschwindigkeit. Die Anlagen war mit der Begründung, dass dort ein Unfallschwerpunkt bestehe, Ende vergangenen Jahres aufgestellt worden.
Spitzenreiter ist bislang ein Autofahrer, der 127 Kilometer pro Stunde fuhr. Er muss mit einem Bußgeld in Höhe von 480 Euro, drei Monaten Fahrverbot und zwei Punkten im Flensburger Verkehrssünderdatei rechnen.
Die beiden Radaranlagen dürften sich inzwischen schon amortisiert haben. Nach Angaben der Polizei hat der Aufbau insgesamt zirka 198 000 Euro gekostet. Angaben zur Höhe der verhängten Bußgelder machte die Polizei allerdings nicht.
Auf der A 111, die Oberhavel mit Berlin verbindet, gibt es ein sehr hohes Verkehrsaufkommen: Stadtauswärts passieren wochentags täglich zirka 26 000 Fahrzeuge pro Tag die Landesgrenze.