Gemeinsam haben der Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes (KMBD), die Wasserschifffahrtsverwaltung und die Stadt Oranienburg nun folgenden Zeitplan für die Entschärfung der Bombe erarbeitet: In dieser Woche werden die nötige Arbeitsfläche hergerichtet sowie die Spundwandkästen rund um die Bombe in die Erde gepresst. In der kommenden Woche beginnen die Arbeiten zur Grundwasserabsenkung. Das Grundwasser muss auf eine Tiefe von etwa viereinhalb Metern abgesenkt werden. Im Anschluss an die Grundwasserabsenkung erfolgt die eigentliche Freilegung der Bombe. Nach jetzigem Stand wird die Bombe am 11. Dezember vollständig freigelegt sein, so dass dann auch ersichtlich ist, ob die Bombe noch über einen intakten Zünder verfügt. Sollte dies der Fall sein, würde unmittelbar am Folgetag, dem 12 Dezember, die Entschärfung der Bombe erfolgen.
Dafür würde ab 8 Uhr ein Sperrbereich mit einem Radius von circa 1 000 Metern rund um den Fundort der Bombe in Kraft treten, von dem etwa 5 200 Personen betroffen wären. Mit einem Abschluss der Bombenentschärfung und somit Freigabe des Sperrkreises würde im Laufe des Nachmittags zu rechnen sein, teilte die Stadtverwaltung mit.
Vom Sperrbereich betroffen wäre auch der Bahnhof Oranienburg, weshalb es im Falle einer Bombenentschärfung auch zu Unterbrechungen im S-Bahn- und Regionalbahnverkehr kommen würde.
Weitere Informationen dazu sowie zu Anlaufstellen, die die Stadt wieder für betroffene Bürgerinnen und Bürger einrichten wird, folgen im Dezember.
Am Treidelweg waren im Sommer bereits zwei Bomben entschärft worden. Der neuerliche Verdacht hatte sich zunächst aus der Auswertung von Luftbildaufnahmen ergeben. Am Montag wurde bestätigt, dass es sich einen 250 Kilogramm schweren Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg handelt.