Taucher suchen seit Ende August im Bereich der einstigen und künftigen Schleuse Friedenthal nach Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg. Bislang stießen die Taucher dort aber nur auf Schrottteile wie Eisenstangen, Angelhaken oder auch Schraubenzieher, teilte die Stadtverwaltung am Freitag in Oranienburg mit.

116 Stellen werden in der Havel abgesucht

Zwei Taucher müssen auf dem Grund der Havel an 116 Stellen nach möglichen Kampfmitteln aus dem Zweiten Weltkrieg suchen. Sie wechseln sich dabei täglich ab, erläuterte die Stadtverwaltung. Die Bombensuche ist zur Vorbereitung des Wiederaufbaus der Schleuse Friedenthal nötig. Die alte Schleuse war nach schweren Beschädigungen 1959 zugeschüttet worden. Die Havel ist wegen der Bombensuche für den Schiffsverkehr nördlich des Schlosshafens zurzeit gesperrt.

Bombensuche auch an der Lehnitzstraße

Außerdem wurde nach den Entschärfungen auf dem Gewerbegrundstück an der Lehnitzstraße 73 im Juni 2019 nun mit der Untersuchung von Restflächen begonnen, teilte die Stadt am Freitag mit. „Es wurde eine Oberflächensondierung zur Identifikation großkalibriger Abwurfmunition durchgeführt. Im Ergebnis müssen nun die festgestellten oberflächennahen Messstörungen geöffnet und charakterisiert werden.“

Stadt schließt Bombenfund nicht aus

Der Fund eines intakten Bombenblindgängers könne nicht ausgeschlossen werden. In diesem Fall würde in kürzester Zeit ein Sperrkreis eingerichtet. Die Arbeiten der Kampfmittelräumfirma beginnen am Montag, 7. September, und dauern etwa drei Wochen.