Als Liberaler setzt Christian Erhardt-Maciejewski auf Wohnungsbau mit Investoren, und ein noch zu entwickelndes Gewerbegebiet an der Autobahn bei Stolpe steht ebenfalls auf dem Programm. Ein richtiges Ortszentrum fehle Hohen Neuendorf, sagt er. "Das gibt es zwar in Birkenwerder. Aber es wäre total falsch, wenn wir als Hohen Neuendorfer auf eine Fusion drängten", findet er. Ein Gemeinschaftsgefühl müsse wachsen. Zusammenarbeit in vielen Breichen werde schon gepflegt. An wirkliche Einsparungen bei einer Zusammenlegung der Verwaltungen glaubt er aber nicht.
Als hochgewachsener Mann fällt Erhardt-Maciejewski auf, wenn er mit dicken Kopfhörern auf dem kahlen Kopf durch Hohen Neuendorfs Stadtteile und Birkenwerder unterwegs ist, meistens 10 bis 15 Kilometer. Entschlossen hat er sich in den vergangenen drei Jahren Kilo um Kilo abgelaufen. In punkto Gewicht ist er jetzt da, wo er hinwollte, und er wirkt energiegeladen.
Zwecks Beschleunigung hört Christian Erhardt-Maciejewski beim Laufen oder Gehen "schnelle Musik", breit gefächert, aber welche genau, ist ihm weniger wichtig. In ruhiger Umgebung dürfen es durchaus Helene-Fischer-Songs und andere Schlager sein. Früher bei Radiosendern beschäftigt, ist der Journalist ein Freund des gesprochenen Wortes. Hörspiele und Hörbücher mag er. "Die drei ???" gehört zu seinen Favoriten, und Serien wie "TKKG" hat er als Junge sogar nachgesprochen, verrät er. Fernsehen steht bis heute viel weniger hoch im Kurs, vielleicht mal eine Komödie im Kino, aber kein 3D. Beruflich waren Moderationen, Nachrichten und Infoprogramme seine bevorzugten Aufgaben beim Radio. Derzeit ist er Chefredakteur der Zeitschrift "Kommunal", die sich an Verwaltungen, Bürgermeister und Kommunalpolitiker richtet. In der FDP ist er seit 2005 und derzeit auch Generalsekretär auf Landesebene.
Er wäre ein Verwaltungschef, der gerne im Team arbeitet, mit den Einwohnern diskutiert und auch repräsentative Pflichten gerne wahrnimmt, sagt er von sich. Redend versucht Erhardt-Maciejewski deshalb auch, potenzielle Wähler von sich zu überzeugen. Dafür geht er von Tür zu Tür, möchte Wohngebiet für Wohngebiet mit jedem über seine Ziele ins Gespräch kommen.
Aufgewachsen im westfälischen Warendorf bei Münster, hat ihn die Arbeit für den Sender "100,6" nach Berlin verschlagen. "In der Großstadt habe ich mich nicht so wirklich wohlgefühlt", sagt er. Etwas Positives hat die Zeit ihm trotzdem gebracht: Denn dort lernte er Philipp Erhardt kennen, den Mann, mit dem er seit 2006 verheiratet ist. In der evangelischen Borgsdorfer Kirche gaben sie sich das Ja-Wort, der angenommene Sohn Lucas komplettierte die Familie und ist inzwischen 14 Jahre alt. 2013 zogen die drei ins eigene Haus in Borgsdorf ein, dessen großen Garten auch die Katzen Vampy und Schnuffi schätzen.