Landrat Ludger Weskamp (SPD) appellierte am Montag an die Grundstückseigentümer und an die Kommunen, den Ausbau zu unterstützen. Denn die Eigentümer müssen der Telekom das Recht einräumen, die erforderlichen Bauarbeiten an Häusern und Grundstücken vorzunehmen. Die betroffenen Haushalte sollen in den kommenden Wochen ein Informationsschreiben mit den Unterlagen der Telekom erhalten, kündigte die Kreisverwaltung an. "Ich bitte alle Adressaten, das Ausfüllen und Zurücksenden nicht auf die lange Bank zu schieben. Erst mit dem Einverständnis der Bürgerinnen und Bürger können die Arbeiten tatsächlich starten", erklärte der Landrat. Dies sei im Sinne der Eigentümer und aller anderen Oberhaveler. Alle, die ihr Einverständnis erteilen, sollen in den kommenden Monaten unentgeltlich ans Glasfasernetz angeschlossen werden. Auch die Städte und Gemeinden bat der Landrat um Kooperation bei den nötigen Abstimmungsverfahren.
27 neue Sendemasten
Der Netzausbau beinhaltet neben den Glasfaserleitungen den Aufbau von 27 Sende- und Empfangsmasten sowie 325 Glasfaser-Netzverteilern. Er soll in diesem Jahr sukzessive starten. Begonnen wird dabei in den Vorwahlbezirken von  Zehlendorf und Liebenwalde. Weiter geht es in der zweiten Ausbaustufe dann in den Vorwahlbereichen von Bredereiche, Himmelpfort und Fürstenberg. Zum dritten Ausbaubereich gehören  Dollgow, Großwoltersdorf, Menz, Neuglobsow, Zernikow, Burgwall, Marienthal, Ribbeck, Tornow, Zabelsdorf und Schulzendorf. Zum vierten Paket gehören schließlich die Ortsnetze von Großmutz, Gutengermendorf, Häsen, Seilershof und Grieben. Erschlossen werden dabei jeweils die "weißen Flecken", also nicht unbedingt die kompletten Ortschaften, da es zum Teil bereits ein bestehendes Netzangebot gibt.
Der offizielle Start des Ausbauprogramms erfolgte im Juli 2019 mit der Unterzeichnung des Vertrages zwischen dem Landkreis Oberhavel und der Telekom Deutschland GmbH. Die Telekom hat mit der Vertragsunterzeichnung 36 Monate Zeit, das Projekt in Oberhavel umzusetzen.
Infos:www.oberhavel.de/breitband