Wegen der Corona-Pandemie wurde zuerst der Weihnachtsgans-Auguste-Markt am zweiten Adventswochenende vorm Schloss gestrichen. Die Absage für die als Alternative gedachte Veranstaltung „Winterträume“ im Schlosspark kam dann am Montag. Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos) und Sozialdezernentin Stefanie Rose nannten als Grund die gestiegenen Corona-Fallzahlen und die damit verbundene Einschränkung der Besucherzahlen auch für Veranstaltungen unter freiem Himmel. Die „Winterträume“ seien für nur wenige zugelassene Besucher zu aufwändig und zu teuer.

Stände in den Schlosspark stellen?

Der Stadtverordnete und SPD-Landtagsabgeordnete Björn Lüttmann will sich mit der Absage nicht abfinden und macht deshalb Vorschläge, die auch hiesigen Marktbeschickern noch etwas Umsatz sichern könnten. Denn schon die Absage des Regionalmarktes sei für Händler und Besucher sehr schade gewesen, auch wenn er die finanziellen Zwänge, die ungünstigen Rahmenbedingungen aus den Umgangsverordnungen sowie die gesundheitlichen Bedenken der Stadtverwaltung und der TKO nachvollziehen könne, so Lüttmann.
„Da es sich jedoch sowohl beim Regionalmarkt wie auch bei den bisherigen Ideen für ein weihnachtliches Treiben um Veranstaltungen draußen handelt, werbe ich aber dafür, dass doch noch etwas im Rahmen der Hygiene-Vorschriften möglich gemacht wird“, so Lüttmann.
Er schlägt vor, dass sich Oranienburger Marktanbieter wie zum Beispiel die Nussbrennerei Olaf Kölle, Utes Kräuterstube, die Imkerei André Krugmann und andere in der Vorweihnachtszeit mit einem Stand in den Park stellen. Zusätzlich könnte der Schlosspark weihnachtlich geschmückt und ausgeleuchtet werden. Bei Spaziergängen im Schlosspark könnten Besucher weihnachtliches Flair erleben und die Händler hätten die Chance auf Umsatz.
Zusätzlich schlägt Lüttmann für die Innenstadt „intensiveren weihnachtlichen Lichtschmuck“ vor.

Stadt soll prüfen, was möglich ist

Lüttmann, der Vorsitzender des Gesundheits- und Sozialausschusses ist, betont die Notwendigkeit, Menschenansammlungen und Veranstaltungen zu begrenzen. Kontaktbeschränkungen seien die einzige Möglichkeit, die steigenden Infektionszahlen einzudämmen. „Dennoch sollten weiterhin die Veranstaltungen stattfinden, die mit Hygienekonzepten möglich sind, insbesondere im Außenbereich“, fordert Lüttmann. Der privat organisierte Herbstrummel vorm Schloss und der geplante Weihnachtsmarkt vor der Turm-Erlebniscity seien so auch möglich. Lüttmann bittet Stadt und TKO, deshalb zu prüfen, was doch noch möglich wäre.
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