Lange Schlangen vorm Eingang der Oranienburger Stadtbibliothek am Schlossplatz haben am Montag zu Frust bei den Beschäftigten sowie den Nutzern gesorgt. Die Bibliothek habe wegen des Andrangs um 14 Uhr schließen müssen, teilte die Stadtverwaltung am Nachmitttag mit. Ab Dienstag gelte eine neue Regelung zur Entleihe.
Erst am Freitag hatte die Stadt entschieden, die Stadtbibliothek nach den Vorgaben der Landesregierung zur Eindämmung der Coronapandemie weiterhin zu öffnen, nachdem es am Vortag noch geheißen hatten, die Einrichtung müsse schließen. „Die Warteschlangen heute Vormittag haben jedoch deutlich gemacht, dass eine Öffnung im Sinne der Besucherinnen und Besucher unter den Bedingungen der Kontaktbeschränkungen so nicht möglich ist“, sagte Stadtsprecherin Eike-Kristin Fehlauer. Ab Dienstag werde die Entleihe von Medien deshalb wie folgt geregelt:

Medien müssen bestellt werden

Unter stadtbibliotek@oranienburg.de kann eine Liste mit maximal zehn Medien übermittelt werden. Die Mitarbeiter packen die entsprechende „Medientüte“ zusammen, die dann zu einem vereinbarten Termin abgeholt werden kann, so Fehlauer.
Aus folgendem Grund werde diese Regelung getroffen: Laut aktueller Eindämmungsverordnung dürften Bibliotheken zwar weiterhin geöffnet haben. Sie seien in der Verordnung aber auch als öffentlicher Raum deklariert. Dort würden neben der Maskenpflicht strenge Kontaktbeschränkungen, wie beispielsweise die Zwei-Haushalte-Regelung, gelten. „Der Versuch, diese Kontaktbestimmungen in der Bibliothek umzusetzen, hat sich heute, als unpraktikabel erwiesen“, sagte Eike-Kristin Fehlauer. Mit der neuen Maßnahme sei die Bibliothek zwar ab morgen in ihrer gewohnten Form geschlossen, Medien könnten aber weiterhin ausgeliehen werden. Für die Buchrückgabe steht ein Automat bereit.