Einschulungsfeiern

Bezüglich der Frage zu den Auflagen verweist der Landkreis auf die aktuell geltende Umgangsverordnung des Landes Brandenburg. Die Regelungen für "Versammlungen und Veranstaltungen" würden auch den Rahmen für Einschulungsfeiern vorgeben. "Geregelt ist, dass Einschulungsfeiern stattfinden können. Wie bei allen Veranstaltungen sind jedoch die Regeln zum Mindestabstand, zur Einhaltung der Hygiene sowie zum regelmäßigen Austausch der Raumluft einzuhalten." Zusätzlich seien die Personendaten in einer Anwesenheitsliste zu erfassen. Weitergehende Regelungen oder Richtlinien des Landkreises Oberhavel würde es nicht geben. "Die konkrete Ausgestaltung der Feiern ist damit unter anderem abhängig von der Platzsituation vor Ort und obliegt der Schulleitung."

Unterricht

Die Schulen starten mit einem regulären Unterrichtsbetrieb. "Alle Schülerinnen und Schüler gehen wieder zur Schule." Um diesen Präsenzunterricht zu gewährleisten, ist das regelmäßige Lüften wichtig. "In jeder Pause, vor der Raumnutzung und beim Verlassen des Raumes, ist eine drei- bis zehnminütige Stoß- oder Querlüftung vorzunehmen."
Der Unterricht ist möglichst in festen Lerngruppen durchzuführen. Ein Wechsel der Klassenräume soll vermieden werden. In den Räumen soll darauf geachtet werden, dass der Kontakt auf ein überschaubares Minimum begrenzt wird.
Beispiel: Im Musikunterricht ist auf Chorgesang und speziell die Nutzung von Blasinstrumenten zu verzichten. Die Lehrkräfte sollen andere musikalische Unterrichtsformate nutzen.
Der Sportunterricht kann stattfinden. "Die Schulleitung kann zusätzliche Maßnahmen aufgrund dieses Konzeptes und nach Vorlage beim Gesundheitsamt beschließen."
Wegeführungen und Regelungen an den Ein- und Ausgängen sind eindeutig zu kennzeichnen. Auf Grundlage der Ergänzungen zum Hygieneplan vom 23. Juli vom Bildungsministerium Brandenburg hat der Landkreis Oberhavel als Schulträger entsprechende Umsetzungen veranlasst.

Hygiene-Konzept

Grundsätzlich liegt dieses in jeder Schule vor. "Jede Schule ist verpflichtet, ein Hygienekonzept zu erstellen. Unter Berücksichtigung der sich ändernden rechtlichen Grundlagen handelt es sich um ein regelmäßig anzupassendes Konzept." Es ist auf die individuellen Bedarfe der jeweiligen Einrichtung und insbesondere die örtlichen Gegebenheiten angepasst, also schulbezogen.
Den Schülern sollen die hygienischen Mindeststandards regelmäßig vermittelt und in Erinnerung gerufen werden, "damit sie deren Bedeutung für ihr eigenes soziales Umfeld und die gesamte Gesellschaft begreifen und sie in ihr alltägliches Handlungsrepertoire integrieren". Bei der Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs oder des Schülerverkehrs ist weiterhin eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen.

Corona-Regeln

Der Mindestabstand von 1,50 Meter ist zwischen Schülern untereinander oder beim Kontakt mit Lehrkräften oder dem sonstigen pädagogischen Personal nicht mehr einzuhalten  – jedoch zwischen den Lehrkräften oder dem sonstigen pädagogischen Personal untereinander sowie im Kontakt mit den Eltern und sonstigen Dritten.

Maskenpflicht

Auf den Gängen müssen Masken getragen werden, kündigte Bildungsministerin Britta Ernst am Dienstag an. Im Unterricht werde darauf aber verzichtet.

Pausen

Der Landkreis empfiehlt, dass die Pausen vorzugsweise im Außenbereich durchgeführt werden. Die Schulleitung organisiert die Pausenaufsicht und somit auch die Einhaltung der Abstände.

Corona-Teststrategie

Dazu gehört das Angebot an alle Beschäftigten, sich in einem Zeitraum von drei Monaten nach Beginn des Schuljahres alle zwei Wochen auch ohne Symptome testen zu lassen. Auch die Testung einer Stichprobe von SchülerInnen ist vorgesehen. Die Eckpunkte dafür werden gegenwärtig abgestimmt. "Darüber hinaus wird beim Auftreten von Symptomen getestet."

Sonderpädagogik

Neben den gängigen Regelungen zum Schulalltag und den Hygienefragen gibt es beim Umgang mit Kindern und Jugendlichen, die einer sonderpädagogischen Unterstützung bedürfen, zusätzliche Vorgaben. "Den Lehrkräften und dem sonstigen pädagogischen Personal, das an Förderschulen mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt "geistige Entwicklung" tätig ist, wird auf Wunsch persönliche Schutzausrüstung (Mund-Nasen-Schutz) zur Verfügung gestellt. Gleiches gilt, wenn dies im Einzelfall aufgrund einer Gefährdungsbeurteilung erforderlich ist." Es wird empfohlen, dass das schulische Personal im Kontakt zu anderen Erwachsenen im Rahmen der Schülerbeförderung oder in Pausen auf dem Schulhof eine Mund-Nasen-Bedeckung dann trägt, wenn bei diesen Kontakten die Abstandsregelungen nicht eingehalten werden können.

Verdachtsfall / positiver Test

Tritt ein Verdachtsfall auf, ist umgehend das Gesundheitsamt des Landkreises zu informieren, da Covid-19-Infektionen meldepflichtig sind. "Das Gesundheitsamt wird dann einen Abstrich veranlassen, mögliche Kontaktpersonen ermitteln und in Abhängigkeit des Testergebnisses weitere Maßnahmen veranlassen."
SchülerInnen, die aus medizinischen Gründen nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können, sind aufgefordert, ein medizinisches Attest vorzulegen. "Ihre Beschulung erfolgt im Rahmen des Distanzunterrichts, den die Schule organisiert."
Bei der Organisation des Präsenzunterrichts und der pädagogischen Angebote sind unter anderem folgende Maßgaben zu beachten: Bei Covid-19-typischen Krankheitszeichen müssen betroffene Personen der Schule fernbleiben. Beschäftigte weisen eine Erkrankung durch ärztliches Attest nach, Schüler/innen sind zu entschuldigen.
Personen, die mit einem nachweislich an Covid-19 Erkrankten in einem Hausstand leben, Krankheitssymptome aufweisen oder selbst erkrankt sind, dürfen die Schule nicht betreten.

Exkursionen und Klassenfahrten

Zu Beginn des Schuljahres planen die Schulen ein Schulfahrtenprogramm für das aktuelle Schuljahr, das im Anschluss mit dem Schulträger abgestimmt wird. "Das Bildungsministerium empfiehlt, dass Schulfahrten nur innerhalb von Deutschland stattfinden. Die Entscheidung, ob bereits geplante Schulfahrten abgesagt werden, trifft die Schule." Es sei auch möglich, außerschulische Lernorte unter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften zu nutzen. "Entsprechend der Entwicklung der Situation müssen die getroffenen Entscheidungen auf ihre Rechtmäßigkeit geprüft werden."

Betriebspraktika

Diese können unter Einhaltung der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln durchgeführt werden. Es ist möglich, diese auf eine Woche zu verkürzen. "Die Entscheidung obliegt der Schulleitung. In Abstimmung mit den Praktikumsbetrieben sind ergänzende Maßnahmen zur Eindämmung möglich."

Nichtschulische Nutzung der Schulgebäude

Es gibt aus Sicht des Landkreises keine Gründe, dies auszuschließen. "Voraussetzung ist die Einhaltung der geltenden Umgangsverordnung und das Vorliegen eines Hygienekonzepts für die entsprechende Nutzung." Für Sporthallen, die von Dritten genutzt werden, gilt: regelmäßiges Lüften, Beschränkung der Personenzahlen entsprechend der Hallengröße und Einhaltung der Sicherheitsabstände.