Eigentlich wollte Birkenwerder ab Montag nur das Rathaus für den spontanen Besucherverkehr schließen. Aufgrund der aktuellen Entwicklung werden nun auch der Bauhof sowie die Friedhofsverwaltung bis auf Weiteres für den regulären Besucherverkehr geschlossen. Das teilte Dana Thyen am Donnerstag mit.

Termine nur nach Absprache

Die Mitarbeiter der Verwaltung erteilen telefonisch oder per E-Mail Auskünfte. „Nur für wichtige Anliegen, die keinen zeitlichen Aufschub dulden und für die ein persönliches Erscheinen in der Gemeindeverwaltung notwendig ist, werden individuelle Termine vereinbart“, informierte Dana Thyen weiter. Mit diesen Maßnahmen soll gewährleistet werden, dass die Verwaltung arbeitsfähig bleibt.

Politische Sitzungen finden statt

Die für kommenden Dienstag, 3. November, geplante Gemeindevertretersitzung soll aber stattfinden. Geplant ist die Versammlung, die um 18.30 Uhr beginnt, im Rathaus. Es sind bereits Spuckschutzwände bestellt worden. Allerdings ist die Lieferung noch nicht im Rathaus angekommen.
Überlegt wird derzeit auch, künftige Sitzungen online anzubieten. Derzeit werden die technischen Möglichkeiten geprüft.

Zahlreiche Absagen

Die neuen Regelungen haben auch Konsequenzen für Veranstaltungen im Rathaus. So ist die Eröffnung der Ausstellung „Kabinett“ von Jürgen Böttcher, der unter dem Pseudonym „Strawalde“ arbeitet, auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Die Eröffnungsveranstaltung für die Ausstellung, die in der kommunalen Galerie 47 gezeigt werden sollte, war am 19. November im Rathaus geplant. Abgesagt wurden ein Termin der Dialogreihe „Globallokal“. Am 5. November sollte erörtert werden, was nachhaltige Entwicklung mit Birkenwerder zu tun hat. Auch die Gesprächsrunde mit Senioren zum Mobilitätskonzept, die für den 9. November geplant war, fällt aus. Die Versammlung der Jagdgenossenschaft Havelland ist vom 12. November zunächst auf den 14. Januar verschoben worden. Der Kinder- und Jugendbeirat am 10. November fällt ebenfalls aus.

Kinder dürfen Weihnachtsbaum nicht schmücken

Nach derzeitigen Kenntnisstand, so Dana Thyen, dürfen Veranstaltungen unter freiem Himmel aber stattfinden. Das betrifft das Gedenken am Volkstrauertag (15. November, 11.30 Uhr, Denkmal am Waldfriedhof) und das Gedenken an die Reichspogromnacht (9. November, 18 Uhr, jüdischer Gedenkstein am Hotel Andersen).
Ausfallen wird auch das traditionelle Schmücken des Weihnachtsbaums am Rathaus. Einen schmucken Baum wird es dieses Jahr aber geben. Die Kinder des Ortes werden gebeten, Schmuck zu basteln und in den Kitas oder im Hort abzugeben. Dort holt die Verwaltung die Bastelarbeiten ab. Die Mitarbeiter des Bauhofes, die ohnehin den Baum aufstellen und die Lichterketten aufhängen, übernehmen dann das Schmücken.
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