Die Gemeinde Glienicke greift zu drastischen Maßnahmen, um in den kommunalen Kitas das Infektionsrisiko zu minimieren. Ab Montag gelten verkürzte Öffnungszeiten in den Kitas Mischka, Burattino und Sonnenschein. Das teilte die Gemeinde am Freitag mit.

Viele von Quarantäne betroffen

Im Oktober gab es den ersten positiven Coronafall in einer kommunalen Kita. Obwohl nur ein positiver Test vorlag, wurden sieben Erzieherinnen und Erzieher sowie mehr als 30 Kinder für 14 Tage in Quarantäne geschickt. Dies hatte nicht nur Auswirkungen auf die betroffenen Eltern, sondern auch auf den weiter laufenden Kitabetrieb. „Sollte sich dies wiederholen, was leider nicht ausgeschlossen werden kann, sind Maßnahmen zu treffen, um größere Auswirkungen und Einschränkungen möglichst zu vermeiden“, heißt es in der Mitteilung der Verwaltung.

Reduzierung der Erstkontakte

Da weiterhin eine ständige Betreuung der Glienicker Kinder angestrebt werde, ohne dass einzelne Coronainfektionen zu mehrtägigen Schließungen ganzer Einrichtungen führen, sei es das Ziel, die Erstkontakte in den Einrichtungen zu reduzieren.
Der Träger, also die Gemeinde, hat sich mit den Einrichtungsleitungen vor folgende Maßnahmen verständigt. So sollen Gruppenvermischungen und Erzieherwechsel so gering wie möglich gehalten werden. Dies werde nicht zu 100 Prozent möglich sein, jedoch sei die Einschränkung der Öffnungszeiten zu den Randzeiten ein Schritt, mit welchem dies umgesetzt werden könne, erklärt die Verwaltung den Hintergrund der reduzierten Öffnungszeiten.

Derzeit acht Infektionsfälle in Glienicke

Die Eltern der Kitas Mischka, Burattino und Sonnenschein müssen sich ab Montag darauf einstellen, dass die Einrichtungen eingeschränkt in der Zeit von 7 bis 16.30 Uhr geöffnet sind. „Diese Regelung gilt, bis sich die Lage wieder entspannt hat“, heißt es in der Mitteilung.
In Glienicke gibt es nach Angaben des Landratsamtes derzeit acht bestehende Infektionsfälle (Stand: Freitagmorgen, 6. November). Insgesamt wurden in der Kommune bislang 51 COVID19-Fälle registriert.
Mehr zu Corona und den Folgen in Brandenburg und Berlin gibt es auf unserer Themenseite.