Die Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hat nach eigenen Angaben mit „Verwunderung und Sorge“ auf die Ankündigung der Kreisverwaltung vom Montag reagiert, künftig nicht mehr im Detail von Covid-19-Infektionen in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas, Schulen, Pflegeeinrichtungen und Wohngruppen zu berichten. „Begründet wird dies mit der zunehmend Häufung von Einzelfällen. Wenn nun gehäuft Infektionen auftreten, ist eine besondere Aufmerksamkeit und Sensibilisierung aller wichtig“, sagte die Kreistagsabgeordnete Susanne Mosch und forderte „konkrete Informationen“.

Nur noch Informationen zu Infektionen größerer Art

Die Kreisverwaltung teilte am Montag mit, dass wegen der Häufung von Einzelfällen entschieden worden sei, über Infektionen in Gemeinschaftseinrichtungen nicht mehr im Detail zu berichten. „Selbstverständlich werden die direkten Kontaktpersonen wie gewohnt durch das Gesundheitsamt informiert“, sagte Gesundheitsdezernentin Kerstin Niendorf. Die Öffentlichkeit werden auch weiterhin über „Ausbruchsgeschehen größerer Art“, wenn mehrere Personen einer Einrichtung betroffen sind, informieren. Auch die regelmäßige Berichterstattung über die Fallzahlen werde beibehalten, so Niendorf. Die Kreisverwaltung informiert seit Beginn der Pandemie täglich über das Infektionsgeschehen in Oberhavel.
Der Co-Vorsitzende Reiner Merker der Grünen-Kreistagsfraktion sagte: „Wir wünschen uns, dass die Kreisverwaltung diese Entscheidung zurück nimmt.“ Aus Einzelfällen könnten schnell Infektionsketten enstehen. „Das haben wir in Oberhavel in Gemeinschaftsunterkünften und zuletzt auch in einer Kita gesehen“, sagte Merker.
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