Die Luft ist raus. Nach 13 Jahren löst sich der Handel- und Gewerbeverein Birkenwerder (HGT) zum Jahresende auf. Das wurde Anfang September auf einer außerordentlichen Mitgliedersammlung einstimmig beschlossen. Es fanden sich keine Mitglieder, die im Vorstand Verantwortung übernehmen wollten.

Das Ende deutete sich lange an

Schon im vergangenen Jahr deutete sich das Ende des Vereins an. Der Vorsitzende Dethlef Runge kündigte an, für das Amt nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Da sich aber auf der Mitgliederversammlung im Frühjahr 2019 kein Nachfolger fand, erklärten er und die anderen Vorstandsmitglieder sich bereit, für eine letzte Amtszeit zur Verfügung zu stehen. In dieser Zeit sollte ein neuer Vorstand aufgebaut und in die Aufgaben eingeführt werden. Es wurde sogar extra eine Arbeitsgruppe gebildet. „Es fand sich aber keiner“, so Runge.

In 13 Jahre viel erreicht

Deshalb haben die Mitglieder jetzt einen Schlussstrich gezogen. „Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende“, sagte Runge.
Der Verein hat in den vergangenen 13 Jahren vieles auf den Weg gebracht. Die von ihm initiierte Wassertretanlage in der Briese gilt heute noch als wichtiger Werbeträger für den Ort. Damit hat der HGT in der Region ein Alleinstellungsmerkmal für Birkenwerder etabliert. Das An- und Abkneippen, das bislang unter der Regie des Vereins organisiert wurde, findet aber weiterhin statt. Die Verantwortung hat die Physiotherapie Diana Rohner übernommen. Dieses Jahr wird das Saisonende am 21. Oktober zelebriert.

Ziele nicht alle erreicht

Der HGT hat auch jährlich den Weihnachtsmarkt und das Rathausfest organisiert. Hier ist offen, ob die Veranstaltungen weiter stattfinden.
„Wir haben einiges auf den Weg gebracht und sind im Rathaus und in der Politik oft auf Gehör gestoßen“, zog Runge eine überwiegend positive Bilanz. Das Ziel, den Einzelhandel in Birkenwerder zu stärken, sei aber nicht erreicht worden, bedauert der letzte HGT-Vorsitzende, der das Amt vor fünf Jahren übernommen hat. Vor ihm haben Vera Paulick und Dr. Eckhard Uhlig den Verein jeweils vier Jahre geführt.

Restvermögen wird gespendet

Das Vereinsvermögen, das nach der Auflösung übrig ist, soll an vier gemeinnützige Vereine im Ort gespendet werden.
Runge selber hat schon ein neues Aufgabenfeld. Er will sich künftig verstärkt um sein neues Hobby, das Sackpfeifen, kümmern.