Wenn die Stadtverordneten im September dem Vorschlag der Verwaltung folgen, könnte das Begrüßungsgeld ab 1. Oktober ausgezahlt werden. "Ich bin stolz auf unsere Polizeihochschule. Unsere Zusammenarbeit ist vertrauensvoll und herzlich. Wir als Stadt Oranienburg sind glücklich, dass junge Menschen zur Ausbildung in unsere Region kommen, und wir freuen uns, wenn einige von ihnen hierbleiben", sagte Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos).
Die Stadtverwaltung möchte eine höhere Identifizierung der Auszubildenden und Studierenden mit Oranienburg erreichen. Bezugsberechtigt sollen nur diejenigen sein, die erst zu Ausbildung oder Studium in die Stadt kommen, ihren Hauptwohnsitz nicht mehr als drei Monate vor dem Beginn der Ausbildung oder des Studiums in Oranienburg angemeldet haben und innerhalb eines Zeitraums von 18 Monaten nicht schon gemeldet waren. Sie müssen mindestens bis zum Ende des Folgejahres in Oranienburg gemeldet bleiben. So soll verhindert werden, dass es zu An- und Abmeldungen nur für das Begrüßungsgeld kommt.
Das Geschenk soll "im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel" ausgezahlt werden. Die Finanzverwaltung rechnet mit einem prositen Effekt. Denn die Schlüsselzuweisungen des Landes an die Kommunen orientieren sich an der Einwohnerzahl. Pro Kopf werden 300 Euro zusätzlich gezahlt. Die Stadt hat ermittelt, dass der überwiegende Teil der Polizeianwärter nicht mit dem Hauptwohnsitz hier gemeldet ist. Dabei starten jährlich 800 Anwärter ihre Ausbildung an der Schule. Allein die 800 Studienstarter könnten für eine zusätzliche Schlüsselzuweisung in Höhe von jährlich 240 000 Euro sorgen.