Auf positive Resonanz stieß der Vorschlag des Finanzministers, ein Konjunkturpaket des Landes für den Ausbau der kommunalen Infrastruktur aufzulegen. Auch mehr als zwei Jahrzehnte nach der Wende brauchen vielen Gemeinden in Brandenburg einen Modernisierungsschub, so Görke in einem Pressegespräch nach dem Arbeitstreffen, zu dem Hartung alle vier Bürgermeister der S-Bahn-Gemeinden eingeladen hatte (Birkenwerders Bürgermeister Norbert Hagen erschien nicht). Görke hofft, dass die Kommunen mit dem Geld den Zugang zu öffentlichen Gebäude barrierefrei gestalten oder marode Brücken und Straßen sanieren können. Landesaufgaben wie die Sanierung von Landesstraßen sollen die Kommunen mit dem Geld aus dem Konjunkturpaket aber nicht finanzieren. Kerstin Bonk, Kämmerin im Mühlenbecker Land, lobte den Ansatz aus Potsdam, die Kommunen vor der Beschlussfassung durch den Landtag zu fragen, ob solch ein Konjunkturpaket überhaupt sinnvoll sei. "So kommt das Geld da an, wo es gebraucht wird", hofft sie.
Finanzminister Görke, der seit Januar das Finanzministerium leitet, zeigte sich angetan von der Entwicklung der S-Bahn-Gemeinden, die vom starken Zuzug profitiert haben.
Der hiesige Bundestagsabgeordnete Harald Petzold (Linke), der an dem Arbeitstreffen teilnahm, will die Initiativen zur Heidekrautbahn und zur Verbesserung der Taktzeiten der S-Bahn in Berlin unterstützen.