„Erdbeeren sind empfindlich, bei Regen lässt die Qualität nach“, so Marina Postrach bei einem Gang über die Anlage. Deshalb wachsen die Früchte unter anderem in überdachten Stellagen. Zweiter Vorteil: Da sie ein paar Meter über dem Boden ihre Frucht bilden, muss sich beim Pflücken der roten Vitamin-C-Bomben niemand bücken. „Wir haben die Pflanzen in Intervallen gepflanzt, um bis September Erdbeeren anbieten zu können.“
Seit 1962 ist die Firma vor allem für ihre Chicoréeproduktion bekannt. Beliebt ist aber ebenfalls das 1,7 Hektar große Erdbeerfeld. Sechs Sorten wachsen hier, von der süßen Lambada bis zur für Marmeladen geeigneten Korona. „Unsere Besucher wissen ganz genau, welche Sorte sie wofür wollen“, sagt die Veltenerin, als sie Richtung Autobahn blickt. „Da stehen unsere Äpfel. Und es gibt noch weitere Felder für die Erdbeeren, die alle ein bis zwei Jahre wandern.“
Neben der Selbsternte wird bei Schwanteland auf sechs Hektar Land zudem für den Handel produziert: Edeka, Rewe, Lidl. In Schwante, Leegebruch, Velten, Kremmen und Birkenwerder werden Erdbeeren aus Oberkrämer verkauft. Neu in diesem Jahr wird ein eigener Verkaufsstand sein. „Er soll aus Eichstädt kommend am Ortseingang von Vehlefanz stehen.“
Doch nicht nur Erdbeeren können selbst geerntet werden. Ein wenig später, Mitte Juni, kommen weiße, rote und schwarze Johannisbeeren hinzu, anschließend noch Heidelbeeren und Himbeeren. „Vor allem die schwarzen Johannisbeeren waren im vorigen Jahr sehr beliebt. Doch so viele hatten wir noch nicht. Erst in diesem Jahr tragen sie richtig.“
Ebenfalls im Angebot: Salate, Kräuter, Radieschen. Es gibt drei Gewächshäuser mit zwölf Tomatensorten, zwei Gurken-Häuser, jeweils eines mit Paprika und Bohnen. Auf dem Feld wachsen Weiß- und Rotkohl sowie vier Sorten Blumenkohl: weiß, gelb, grün, lila. Der gelbe gilt als mild und buttrig, der lila-farbene zeichnet sich durch einen kräftigen Geschmack aus. „Ich muss Besuchern manchmal noch erklären, dass die Farbe echt ist und wir den Blumenkohl nicht extra einfärben.“