Allein auf den Rathauschef fielen mehr als 3 500 der knapp 6 300 Stimmen, die die SPD insgesamt für sich verbuchen konnte. Das zweitbeste Ergebnis holte Mario Müller von der CDU, der gut 2 300 Stimmen für sich und seine Partei sammelte. Allerdings: Bürgermeister Smaldino-Stattaus wird das Mandat nicht annehmen, weil er dann seinen Posten im Rathaus abgeben müsste. Seine Kandidatur diente allein dem Ziel, seiner Partei so viele Stimmen wie möglich zu verschaffen. Die Strategie, die auch andere prominente Bürgermeister bei den Kommunalwahlen fuhren, ist aufgegangen. Mario Müller wird bei den Bürgermeisterwahlen am 1. Septembergegen den Amtsinhaber antreten.
Unterm Strich kommt die SPD im Mühlenbecker Land auf glatt 25 Prozent. Die CDU folgt mit 23,3 Prozent vor den Freien Wählern (16,6) und den Bündnisgrünen (12,8). Unter der Zehn-Prozent-Marke liegen die Linken mit 9,8 Prozent, die AG Mühlenbecker Land (6,4), die FDP (4,1) und die Piraten (2,2). Die in anderen Gemeinden erfolgreiche AfD stellte sich im Mühlenbecker Land nicht zur Wahl. Die ehemalige NPD-Gemeindevertreterin Lore Lierse kandidiert nicht wieder fürs Gemeindeparlament, schaffte aber den Sprung in den Kreistag.
Ein unterschiedliches Bild ergibt sich nach den Ortsbeiratswahlen. In Schönfließ, wo Herausforderer Mario Müller Ortsvorsteher ist, holte die CDU mit 53,5 Prozent mehr als die Hälfte aller Stimmen. Die SPD kommt dort auf 24,4 Prozent, die Bündnisgrünen schlossen mit 22,1 ab.
Auch in Schildow liegt die CDU mit 25,4 Prozent vorn, dort aber nicht so deutlich wie in Schönfließ. Die SPD holte in Schildow 23,9 Prozent. Es folgen Freie Wähler (19,7), Grüne (17,5) und Linke (13,5).
In Mühlenbeck waren die Freien Wähler Mühlenbecker Land mit 35,2 Prozent am stärksten. Auf den weiteren Plätzen folgen die SPD mit 20,2, die CDU mit 16,8, die Linke mit 14,4 und die AG Mühlenbecker Land mit 13,4 Prozent.
In Zühlsdorf wiederum lag die AG Mühlenbecker Land am Ende mit 25,9 Prozent vorn. Es folgen die SPD (22,6), die CDU (20,1), die Freien Wähler Mühlenbecker Land (17,6) und die Linke mit 13,7 Prozent.