Ein größerer Polizeieinsatz hat am Donnerstagmorgen in der Hauptstraße in Birkenwerder und Hohen Neuendorf für Aufsehen gesorgt. Im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens zum Verdacht des Handels mit Betäubungsmitteln wurden in den beiden Kommunen in Oberhavel sowie in Berlin sieben Durchsuchungsbeschlüsse des Amtsgerichtes Neuruppin für Wohnräume und Nebengelasse umgesetzt.
Dabei fanden die Beamten nach Angaben von Polizeisprecherin Dörte Röhrs eine Indoorplantage (Großplantage mit bis zu 1 000 Pflanzen), Betäubungsmittel (Kokain und Marihuana), Utensilien für den Verkauf von Betäubungsmitteln sowie mehrere Schusswaffen mit dazugehöriger Munition. Wo genau was gefunden wurde, teilte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mit.
Die Polizei rückte mit einem Großaufgebot nach Birkenwerder und Hohen Neuendorf aus. Neben Beamten aus der Polizeidirektion Nord und der Kriminalpolizei waren auch die Bereitschaftspolizei und das Sondereinsatzkommando aus Potsdam vor Ort. Unterstützung bekamen die Einsatzkräfte von Berliner Polizisten.
Beim Betreten der Objekte in Birkenwerder musste ein Polizist zur Eigensicherung den Hund (Bullmastiff) eines Beschuldigten erschießen. Das Tier sei auf den Beamten zugekommen, so die Polizei. Für die Rasse gelten bei der Haltung besondere Auflagen. Diese gilt jedoch nicht als Kampfhund. Der Hund war ordnungsgemäß angemeldet.
Einer der Männer wurde bei der Festnahme in Birkenwerder leicht verletzt und musste ärztlich behandelt werden. Inzwischen wurde Haftbefehl erlassen. Das Trio sitzt nun in Untersuchungshaft.
Die Ermittlungen der Kriminalpolizei der Polizeidirektion Nord werden unter Leitung der Staatsanwaltschaft Neuruppin fortgesetzt.