Aus der Kreisverwaltung heißt es zu dem Fall. "Wenn jemand ausreisepflichtig ist, müssen wir das umsetzen", unter Umständen auch mit Zwangsmaßnahmen, so verlange es die Gesetzgebung, sagte Kreissprecher Ronny Wappler am Freitag.
Die Organisatoren beklagten die negativen Auswirkungen, die die "aktuellen Asylrechtsverschärfungen und ihre restriktiven Umsetzungen" in den Ausländerbehörden wie in Oberhavel hätten.
In diesem Jahr wurden im Landkreis Oberhavel bislang 123 Rückführungen von Geflüchteten registriert, 68 haben Oberhavel nach Aufforderung verlassen, 38 wurden mit Unterstützung der Polizei abgeschoben, 17 verließen den Kreis nach dem Dublinverfahren. Im vergangenen Jahr gab es 280 Ausreisen nach Aufforderung, 37 Abschiebungen und weniger als zehn Geflüchtete mussten zurück in das erste europäische Land, in das sie auf ihrer Flucht registriert wurden.