"Die zuvor ausgegebenen Ziele, nämlich die Werte aus dem Vorjahr zu überbieten, wurden erreicht. Danke an alle Teilnehmer für ihr Engagement zugunsten ihrer Stadt, des Klimas und letztlich auch für die eigene Gesundheit", sagte Bürgermeister Alexander Laesicke (parteilos) und setzte gleich schon das neue Ziel für das kommende Jahr: Dann sollen mindesten 100 000 Kilometer zusammenkommen. Die Vorbereitungen würden schon laufen. Stadt und ADFC bereiten wieder ein Tourprogramm vor, das Anreize zum Radeln schaffen soll.
Viele Kilometer sind aber auch beim täglichen Pendeln zur Arbeit, zur Schule oder zum Sportverein zsuammengekommen. Viele Kollegen bildeten in Firmen und Verwaltungen wieder gemeinsame Teams. Erneut schaffte es das Kollegium der Firma Plas­timat mit deutlichem Abstand auf Platz 1. 66 Teilnehmer kamen gemeinsam auf 11 845 Kilometer. Pro Kopf ergab das 179 Kilometer auf dem Fahrrad innerhalb von drei Wochen.
Ein beeindruckendes Ergebnis lieferte auch die 8a der Jean-Clermont-Schule. Die neun angemeldeten Kinder kamen zusammen auf 4 627 Kilometer – das macht pro Kopf 514 Kilometer und das mit Abstand beste Ergebnis. Herausragend waren auch die beiden Teilnehmer von Elgora, die es zusammen auf 658 Kilometer schafften. Die Stadt Oranienburg kam mit 185 gemeldeten Teilnehmern auf 4 444 Kilometer (Platz 10), der ADFC brachte es mit 253 Radlern auf 5 556 Fahrradkilometer (Platz 6).
"Das Ergebnis des Stadtradelns ist spitzenmäßig", freute sich Arnold Krämer vom ADFC. Denn mit der Aktion soll die Aufmerksamkeit auf die sportliche und vor allem umweltfreundliche Fortbewegung gelenkt werden. Im Vergleich zum motorisierten Verkehr konnten die Oranienburger Radfahrer auf diese Weise 13 Tonnen CO² einsparen. Und während sich der Bürgermeister als Vorbild mitradelte, blieb die Beteiligung der Stadtverordneten gering: Nur acht Parlamentarier machten mit.
Der ADFC hat in Bezug auf den Radverkehr in Oranienburg ohnehin einige Verbessserungsvorschläge. Am dringendsten sei eine sichere Lösung für Radfahrer in der Bernauer Straße zwischen Schlossbrücke und Lehnitzstraße, sagt Arnold Krämer. Dort müssen sich Fahrräder und Fußgänger den viel zu engen Bereich teilen. Und langfristig sei eine Verlängerung der Havelpromenade als Radweg bis nach Pinnow sowie der komplette Radweg zwischen Oranienburg und Bernau wünschenswert, so Krämer. Für schnelle, kreuzungsfreie Verbindungen solle außerdem auf dem alten Bahndamm der Kremmener Bahn ein drei Meter breiter Radschnellweg entstehen.

Mehr als 77 Millionen Kilometer

Das Stadtradeln ist eine  Kampagne zum Klimaschutz. Im Zeitraum 1. Mai bis 30. September sollen an 21 aufeinanderfolgenden Tagen möglichst  viele Kilometer beruflich und privat CO2-arm mit dem Rad gefahren werden.

1 127 Kommunen und 407 607 Teilnehmer machten 2019 mit. Sie kamen auf mehr als 77 Millionen Kilometer. Oranienburg beteiligte sich zum dritten Mal. kd