Mit einem breiten Grinsen im Gesicht und den Worten „ich fand das alles sehr souverän, einfach kann doch jeder“, konterte Peer-David Schiemann einem Altlüdersdorfer Anhänger, der von einer „Zitterpartie“ sprach. Ganz so heftig war es vielleicht am Ende nicht, doch hätte sich der gastgebende SVA nicht beschweren dürfen, wenn er anstatt eines knappen 2:1 (1:0)-Erfolges über den SC Eintracht Miersdorf/Zeuthen doch noch mit einer Punkteteilung hätte klarkommen müssen.

Großer Aufwand

„Wir betreiben einfach einen zu großen Aufwand, um Erfolgserlebnisse zu haben. Wenn es schon zur Halbzeit 3:0 oder 4:0 steht, kann sich unser Gegner überhaupt nicht beklagen“, sagt Altlüdersdorfs Co-Trainer Mike Frank. Dass es diesen Spielstand jedoch zu keinem Zeitpunkt dieser Partie gab, verdeutlicht das größte Problem der Lila-Weißen. Die Hausherren ließen reihenweise gute Torgelegenheiten teils kläglich ungenutzt und brachten sich auf diese Weise fast noch selbst um den letztlich völlig verdienten Lohn. „Wir müssen einfach noch geiler darauf sein, die Buden zu machen“, so Frank.

Baersch bricht den Bann

So wie beispielsweise Julian Baersch, der in der 43. Minute auf links durchgebrochen war und die Führung erzwang. Es war das erste Tor des Sommerneuzugangs bei seinem Debüt im SVA-Trikot. Wegen einer Sprunggelenksverletzung hatte Baersch bis zum Miersdorf-Spiel aussetzen müssen. „Dass ich jetzt sogar gleich treffen konnte, freut mich natürlich sehr. Das nehme ich gerne mit“, so Baersch, der jedoch die „wichtigen drei Punkte“ in den Mittelpunkt rückte. „Wir müssen uns aber trotzdem vorne einfach noch mehr belohnen. Gerade, wenn man eine solch gute erste Halbzeit spielt. Sonst bringen wir uns durch Gegentore, wie das in der 54. Minute, selbst in Bedrängnis.“
Da nämlich leistete sich der SVA ein aus Co-Trainer-Sicht „dummes Foul, der SC kommt zu seinem ersten Torschuss und wir machen ihn stark“. Mike Frank musste mit ansehen, wie der Miersdorfer Jan Wolter einen Freistoß von der linken Strafraumkante sehenswert im kurzen Eck unterbrachte.
Fortan legten die Gäste ihre Zurückhaltung etwas ab und tauchten bis zum Schluss immer mal wieder gefährlich vor dem Altlüdersdorfer Kasten auf. Treffen sollten jedoch nur noch die Gastgeber. Nach einem Foul an Tobias Völkel verwandelte Florian Riehl den fälligen Elfmeter absolut souverän zum verdienten 2:1 (61.). Der Miersdorfer Tim Ole Veit sah in den Schlusssekunden noch Gelb/Rot (90.+3).

Altlüdersdorf: Schiemann - Zuvela (71. Heilmann), Adomah, A. Riehl, Marten, Zilahi (71. Junge), F. Riehl, Völkel, Baersch, Schonig, Vulu (71. Cudny)