126 Tage war es her, dass der Ausbruch des Coronavirus’ den Amateursport in der Region komplett lahmlegte. Der TuS hatte das letzte Mal am 7. März im Brandenburgliga-Duell in Altlüdersdorf (1:1) auf dem Platz gestanden. Nun, am vergangenen Sonnabend, läuteten die Sachsenhausener im ersten Vorbereitungsspiel auf die neue Saison in Oberhavel "hoffentlich bessere Zeiten ein. Jetzt gab es endlich mal wieder Fußball und die Jungs hatten Spaß dabei", fasste TuS-Trainer Torsten Thiel die Partie gegen Kreisoberliga-Aufsteiger SG Zühlsdorf zusammen.
Die favorisierten und klar spielbestimmenden Sachsenhausener behielten mit 2:0 (1:0) die Oberhand. Bis es allerdings das erste Mal im Zühlsdorfer Kasten klingelte, sollte eine halbe Stunde vergehen. Nach etlichen vergebenen Chancen, war es Justin Pehl, der den Bann nach einem Zuspiel von Andor Müller brach. Dass gerade der spielerische Bereich in den kommenden Tagen und Wochen noch einer Nachjustierung bedürfe, quittierte der Torschütze mit einem Lachen. "Jeder von uns hatte richtig Bock darauf, wieder zu spielen", sagte Justin Pehl, der mit seinem ersten Schuss traf. Aber: "Die Beine machen allerdings nach einer solch langen Pause etwas anderes, als man selbst will. Wir hatten am Freitagabend das erste Training und auch da habe ich einige Bälle verstolpert. Ich musste dann selbst lachen. Was sonst im Schlaf funktioniert, klappt aktuell gar nicht mehr." Der Rhythmus sei logischerweise verlorengegangen. "In der Zwangspause waren wir zwar alle laufen, zu spielen ist aber etwas komplett anderes. Ich denke aber, dass das Gefühl dafür wieder schnell zurückkommt", so Pehl.
Nach dem Seitenwechsel, mit einer nahezu komplett ausgetauschten Elf, blieb der TuS dominant. Doch nur Patrick Breyer gelang ein weiterer Treffer für den Brandenburgligisten (56.). "Zühlsdorf hat sich teuer verkauft und uns das Leben schwer gemacht. Man hat jedoch wieder unser absolutes Manko gesehen, die mangelnde Chancenverwertung", sagte Coach Torsten Thiel, den "Sand im Getriebe" aber als "normal" bezeichnete.