Seit Koop die Organisation vor vier Jahren übernommen hat, stößt die Veranstaltung so langsam an ihre Kapazitätsgrenze. "Es ging stetig nach oben." Vor den Senioren schlug er scherzhaft vor, das Klubhaus könne doch bei noch mehr Resonanz reichen. Erinnerungen wurden sicher bei vielen wach. Heiko Friese war zum Zeitpunkt der Eröffnung noch nicht da. Doch der Leiter der Singegruppe  74 aus Birkenwerder hätte sicherlich gleich einiges in den Raum werfen können: Führt er heute den Chor, stand er früher alle vier Wochen vor dem Klubhaus-Publikum. "Seine künstlerische Ader war zu DDR-Zeiten schon außergewöhnlich", so Koop.
Theaterstück zur Unterhaltung
Dass sich Kremmens Senioren an diesem Tag nicht nur angeregt unterhalten, sondern sich auch dementsprechend fühlen konnten, dafür sorgten vor der Feier die Hort-Kinder. In der Schulaula führten sie "Die kleine Weihnachtstanne" auf über einen Waldbaum, der selbst nichts hat, aber sich den Tieren des Waldes gegenüber äußerst großzügig zeigt. Seit September hatten die Kinder jeden Montag und Freitag geübt, um das Stück auf die Bühne zu bringen. Die Botschaft der Geschichte ist eindeutig: Wer gibt, gewinnt. Eckhard Koop kam da sofort eine Idee.
Er hat vor, zusammen mit den Kindern und in Absprache mit dem Ortsbeirat, eine Aufräumaktion auf die Beine zu stellen. Die Kinder können sagen, wo es in Kremmen noch an Sauberkeit mangelt, und zusammen räumen alle auf. "Wir organisieren danach noch etwas Leckeres, denn wer arbeitet, muss auch essen", sagte Koop.
In der festlich gedeckten Schulküche wuselten während des Theaterstücks schon die freiwilligen Helfer. Seit 13 Uhr bereiteten sie alles vor. Nach dem Abwasch wird es 20.Uhr sein. Chefkoch Sebastian Lembke unterstützte die Veranstalter, Jugendclub-Gänger halfen beim Servieren und Abräumen, die Rhinland-Fleischerei sorgte später für Würstchen und Kartoffelsalat. Sechs bis acht Damen habe Koop um sich, die helfen, dass die Veranstaltung ein Erfolg wird. "Ohne sie wäre das nicht möglich", sagte er. DJ Wolle legte auf. Nur eines fehlte zu Beginn: die Kaffeesahne. Also musste Koop noch einmal zum Supermarkt.
Währenddessen unterhielten sich die Senioren. Einige neue Gesichtern waren dabei. Wieder ein paar Senioren mehr, die einen Nachmittag lang nicht alleine zu Hause sitzen mussten, das Fernsehprogramm wegen Belanglosigkeit auf stumm geschaltet und nur den eigenen Gedanken überlassen.

Weitere Seniorenweihnachten


In Flatow findet die Seniorenweihnachtsfeier am kommenden Sonntag, 7. Dezember, um 15 Uhrin in der Sportgaststätte statt. Versprochen werden Kaffee und Kuchen, ein buntes Unterhaltungsprogramm. Für das Abendessen ist ebenfalls gesorgt.

In Sommerfeld feiern die Senioren am Donnerstag, 19. Dezember, ihre Weihnachtsfeier. Beginn im Kulturhaus der Sana Kliniken ist um 14.30 Uhr. Es laden ein die Ortsvorsteher aus Beetz und Sommerfeld sowie die Sana Kliniken. Auch die ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kliniken sind eingeladen. red