Einige Leser hatten ein paar Tipps parat. "Man sollte sehr zurückhaltend sein mit dem Bestreben, ein solches Exemplar im Garten zu haben. Denn die Vögel verbreiten den Samen durch ihren Kot, so dass es gut sein kann, dass im nächsten Jahr eine schöne Reihe Pflanzen entlang des Zauns wächst", warnt Dörte Jahn aus Oranienburg. Michael Wichmann berichtet Ähnliches: "Das kann eine richtige Plage werden." Jola Friecke aus Quedlinburg buddelt die Pflanze nur mit Handschuhen aus. Sie rät, dabei sehr tief zu graben. Die Pflanze entsorgt sie über den Hausmüll. Ursula Fischer aus Leegebruch warnt ausdrücklich vor der Kermesbeere. "Selbst nach Berührungen der Pflanze sollte man sich die Hände waschen, ehe man mit anderen Dingen in Kontakt kommt." Sie will die Kermesbeere jetzt für einige Jahre aus dem Garten verbannen, weil sie "für meine kleinen Enkel zu gefährlich ist".
Insgesamt wird die Pflanze von den meisten Lesern nicht als Unkraut, sondern als schön anzusehende Staude geachtet. Sie ist allerdings eine Einwanderin, nicht bei uns heimisch. Wie viele Neophyten breitet sie sich sehr schnell aus, da sie keine natürlichen Feinde hat, und verdrängt andere Arten. Die Samen und abgekochte Wurzeln sollen gegen Schnecken im Garten helfen. In China werden die weißen Blüten sogar zur Schlaganfall-Verhütung eingesetzt.
Ermutigt durch den Erfolg bei der Suche nach dem Namen der Pflanzen starten wir nun eine neue Reihe. Unter dem Stichwort "Leser helfen Lesern" veröffentlichen wir in loser Folge Fotos von unbekannten Tieren und Pflanzen aus der Region. Wenn Sie also ein markantes Gewächs im Garten pflegen, sich aber seit Jahren schon fragen, wie die Pflanze denn heißt, schicken Sie uns ein Bild. Unsere Leser bekommen bestimmt heraus. Ähnliches gilt für Fotos von Tieren aus Oberhavel. Die Bilder senden Sie mit dem Betreff "Leser helfen Lesern" an unsere Lokalredaktionen.