Die Gemeinde stellt für das nächste Jahr 100 000 Euro für den Bürgeretat zur Verfügung. Mitmachen darf jeder Einwohner Glienickes ab zwölf Jahre. Die Projekte dürfen jeweils nicht mehr als 15 000 Euro kosten. Die Verwaltung prüft die Ideen noch auf Machbarkeit, Zuständigkeit und Kosten.
Am Tag der Entscheidung am 19. November hat jeder Einwohner fünf Stimmen, die er persönlich entweder einem Vorschlag geben oder an verschiedene Ideen verteilen kann. Für dieses Prozedere werden extra etwa 3 000 Plastiktaler angeschafft. Am Ende werden die stimmstärksten Projekte umgesetzt, solange das Geld reicht.
Seit 1. April ist für die Vorbereitung und Durchführung des Bürgerhaushalt die 41-jährige Rosamond Harbich verantwortlich. Sie ist bei Fragen zum Bürger-etat auch Ansprechpartnerin im Rathaus.
"Wir sind ganz gespannt, was dabei herauskommt", sagte Glienickes Bürgermeister Hans-Günther Oberlack (FDP) am Freitag bei der Präsentation des Informationsflyers. Nach anfänglicher Skepsis sei er jetzt davon überzeugt, dass der Bürgerhaushalt eine gute Möglichkeit ist, Einwohner zum Mitmachen zu bewegen und für kommunale Politik zu interessieren. "Das ist direkte Bürgerbeteiligung", so Oberlack.
Vorschläge können noch bis zum 31. August eingereicht werden per E-Mail, per Post, mit dem Coupon aus dem Flyer oder auf der Homepage der Gemeinde. Dort werden auch alle Ideen dokumentiert. Bis Freitag waren bereits acht Projekte vorgeschlagen worden, zum Beispiel eine eingezäunte Hundewiese, eine Freilichtbühne am Dorfteich oder ein Schwimmbrunnen mit Liegewiese.
In Glienickes Bevölkerung ist der Bürgeretat bereits ein großes Thema. Verschiedene Gruppen diskutieren, welche Vorschläge sie einreichen wollen.
Nächsten Mittwoch gibt es in der Alten Halle an der Grundschule eine einstündige Einführung in das Prozedere eines Bürgerhaushalts. Beginn ist um 19 Uhr.