Erstmals stellte Peter Krause, Geschäftsführer des Tourismusverbands Ruppiner Seeland, dem zuständigen Ausschuss dabei nicht nur die Daten für die gesamte Reiseregion von Oberhavel und Ostprignitz-Ruppin vor, sondern ging auch ins Detail. Für Oberhavel hatte er Zahlen von Birkenwerder bis Zehdenick dabei. Gleiches liegt auch für Ostprignitz-Ruppin vor. "Interessant sind in erster Linie die Übernachtungszahlen", so Peter Krause (siehe Kasten).
Besonders Gransee fällt dabei ins Auge. Die Stadt hat den größten Sprung im Vergleich zum Vorjahr geschafft. Hier stieg die Zahl der Gästeübernachtungen von 2013 auf 2014 um gut 30Prozent an. Allerdings gehört Gransee mit 6 849 Übernachtungen nicht zu den Hauptanziehungspunkten für Reisende in die Region. Ganz vorn liegt in Oberhavel mit 82 324 Übernachtungen Fürstenberg (plus 8,8 Prozent gegenüber 2013). Dann folgt Oranienburg mit gut 61 000 Übernachtungsgästen. Seit 2011 steigen in der Kreisstadt die Übernachtungszahlen kontinuierlich an. Gleiches gilt für Fürstenberg. Bei allen anderen schwanken die Zahlen zum Teil sehr stark.
Stark verloren hat zum Beispiel Hennigsdorf. 2012 übernachteten in der berlinnahen Stadt 72 275 Gäste. Innerhalb eines Jahres verlor Hennigsdorf 18 500 Übernachtungen. 2014 zog die Zahl langsam wieder an (plus 4 900). Beim Blick auf die tourismusstarke Nachbarregion, die zum Ruppiner Seenland gehört, sieht Oberhavel eher blass aus. Oberhavel kommt auf insgesamt 465 400 Übernachtungen. Die Stadt Rheinsberg zählte allein schon im vergangenen Jahr 535 500 Gäste, die dort auch über Nacht blieben. Auch Neuruppin mit 182 000 und Lindow mit gut 151 700 Übernachtungen sind die großen Besuchermagneten der Tourismusregion Ruppiner Seenland. Doch so große Zuwächse wie Gransee bekommen auch die beliebten Reiseregionen nicht hin. Von 2012 bis 2014 hat sich die Zahl der Gäste in Gransee verdoppelt.