Wobei es durchaus Unterschiede beim Ausmaß des potenziellen Stimmenfangs per Plakat gibt. So beschränken sich die Kandidaten Eckhard Koop (parteilos) und Arthur Förster (UWG/LGU) auf kleinformatige Laternenpfahl-Werbung mit jeweils nur einem Motiv. Förster verzichtet sogar auf einen eigenen Slogan und lässt zu seinem Konterfei lediglich mitteilen: "Ihr Bürgermeisterkandidat für Kremmen".
Eckhard Koop spielt als Kremmener Ortsvorsteher die Lokalpatrioten-Karte: "Einer vor hier, Einer wie wir" heißt sein Slogan. Zu sehen ist Koop auf dem etwas blass geratenen Foto nur ganz klein. Aber er ist umringt von Kremmener Bürgern, die vor dem Gebäude stehen, dessen Sanierung eines seiner wichtigsten Wahlkampfthemen ist: das Klubhaus am Marktplatz.
Mit bisher eher aus Berliner Wahlkämpfen bekannten Großplakaten trumpfen Bürgermeister Klaus-Jürgen Sasse (SPD) und Herausforderer Sebastian Busse (CDU) auf. Während Amtsinhaber Sasse unter anderem den motivierten Fahrradfahrer gibt, kann CDU-Mann Busse ganz viel, wenn auch zum Teil in grammatisch eigenwilligen Kombinationen. "Busse kann Kremmen", "Busse kann vereinen" oder "Busse kann Einsatz" (dann in der Uniform der Freiwilligen Feuerwehr) sind nur drei von weitaus mehr Slogans, welche seine Großplakate zieren.
Der Generalanzeiger startet mit diesem Artikel eine Serie zur Bürgermeisterwahl, die alle vier Kandidaten porträtiert und die inhaltlichen Schwerpunkte ihres Programms vorstellt.