Der alte und neue Sprecher Jörg Roitsch will dazu nun alle Fraktionschefs anschreiben, um eine neue Initiative für eine kommunale Baumschutzverordnung in der Kreisstadt voranzubringen. In der gemeinsamen Fraktion mit der SPD habe sich dazu bisher noch keine Mehrheit gefunden, hieß es in der jüngsten Mitgliederversammlung des Ortsverbandes.
„Die bis Ende dieses Jahres verlängerte Landesverordnung reicht uns dazu nicht aus“, so Roitsch. Dass ein stärkerer Schutz für Bäume möglich sei, bewiesen etwa Hennigsdorf oder Glienicke mit beispielhaften Baumschutzverordnungen. Das müsse in Oranienburg ebenfalls möglich sein, um dem derzeit ständigen Brummen der Kettensägen wirksam etwas entgegen setzen zu können.
Dies bemerkte auch Karola Martens, die als interessierte Einwohnerin „von der Stadt einfach mehr als bisher zum Schutz der Bäume erwartet, selbst wenn dies mit weiteren Kosten, etwa für Personal, verbunden ist“. Sollte die Initiative über die Fraktionsvorsitzenden nicht weiterführen, dann planen die Grünen in Oranienburg ein Bürgerbegehren für nachhaltigeren Baumschutz.
Vorstellen können sich die Grünen zudem, auch in Oranienburg über kurz oder lang einen Bürger-Haushalt aufzustellen. Was es mit diesem derzeit oft indes inflationär gebrauchten Begriff auf sich hat, darüber klärte David Salz vom Kreisverband der Piratenpartei auf.