Sie alle haben am Dienstag wieder einmal mit aller Kraft die Bühne erobert. Tradition und Moderne überreichten sich vielfach den Staffelstab in dem Programm, bei dem sich Oberhavel von seiner vergnüglichen Seite zeigte. Der Alt-Berliner Auftritt des Tanzteams mit der "Berliner Luft" sorgte beim Publikum ebenso für gute Laune wie die Udo-Jürgens-Songs, die das Orchester Ronny Heinrich interpretierte, sogleich zum Mitsingen anregten. "Ich war wirklich noch nie in New York", erzählte Ronny Heinrich seinem Publikum. Spätestens beim "Griechischen Wein" wiegte sich die Gäste im Takt. Oberhavel machte ihnen sichtlich Spaß.
Die Schönheiten von Oberhavel im Allgemeinen und des Dollgower Erntefestes im Besonderen kennenzulernen, dazu luden Organisatorin Solvig Schwarz und Ortsvorsteher Egon Brehe mit großer Herzlichkeit ein. "Dollgow kann man gar nicht beschreiben, das muss man fühlen", sagte Egon Brehe über das 240-Seelen-Dorf, das zum 25. Mal ein großes Erntefest mit 60 Erntewagen ausrichtet. Es findet am letzten September-Sonnabend statt und steht diesmal im Zeichen der Biene. "Wenn das Feuerwehrblasorchester Gransee spielt und die Erntekrone aus der Kirche getragen wird, dann kriegen Sie Gänsehaut", prophezeite Solvig Schwarz.
Seit zehn Jahren hat das "Leader"-Programm für ländliche Entwicklung in Oberhavel Projekte gefördert und entwickelt. Dazu gehört auch der Thomashof von Heike und Jörg Thomas in Klein-Mutz. In dem Vierseithof sind heute Ferienwohnungen und bald auch ein Café. 218 Leader-Projekte waren es bisher insgesamt, erklärte Liebenwaldes Bürgermeister Jörn Lehmann. Einige davon, so der Ziegeleipark Mildenberg, haben sich zu "Leuchttürmen" gemausert, deren Licht weit über den Kreis hinaus Menschen anlockt.
Die Kreistagsabgeordnete Annemarie Reichenberger musste zugeben, dass sie noch nie ein Picknick in Weiß mitgemacht hat. Die Große Kurfürstin wünscht sich dagegen fürs nächste in ihrem Park ein neues weißes Kleid. Dabei hat sie in Jennifer Bernard doch gerade erst eine eigene, ganz elegante Hofdame!